Sort de documënt: Documënt
Titul:
Documënc
Descriziun: Regest: Moling Sepl (*1934)
Preventif y documënc desvalis che reverda laurs de costruziun pro la dlijia a La Val. Documënc scric a man - lëtres
a) Euer Hochwürden! Ihr wertes Schreiben erhalten, danke bestens dafür. Betreff der Malerei müssen wir freilich den Umständen uns anpassen, nur bitten wir Sie, uns Ihr Vertrauen (?) zu schenken, wenn es dazu kommt und uns mit der Stiftung betrauen. Notwendig ist die Malerei … gerade so wie die Fenster. Besonders die Bilder und das Presbyterium. Bin neugierig – Ihr Schreiben betreff Berichte aus Brixen. Das Ausfischen der … der Fenster werde ich selber freundlich gerne besorgen. Die Aufforderung zur Lichtung an mehreren Stellen ist vielleicht zu bejahen, da die Kirche unter deren Mangel sehr leidet. Sehr vorteilhaft wäre im rechten und linken Seitenschiff je eine, eine ins Presbyterium, und je eine rechts und links im Langschiff. Vielleicht eines am Chor und das andere im Fenster der Mitterfüllung. Zum Lüften soll Zug sein, wenn es was nützen soll. Meine Bitte um Ihr Vertrauen wiederholend zeichne mit bestem Gruß und Handkuss auch vom Vater Ergebenst Joh. Pescoller jun.
Welsberg, 4.III.1854
Zeichnung für die … habe ich gezeichnet, nur für die Stützen … bedarf ich einiger Maße, um die ich Sie bitte, mir an der Kirche abzunehmen und mir zu senden, da ich sie vergriffen habe. Nämlich die Tiefen der … teiler, wie ich sie angezeichnet habe. 1, 2 und 3 und zwar oberhalb des Sockels.
b) Euer Hochwürden! Wilten, den 18.02.1867
Infolge der sehr werten Zuschrift vom 30.v.M. erhalten Sie nebenstehend einen beiläufigen Voranschlag zur Erbauung einer Kirche samt Turm für die Gemeinde Wengen. Es versteht sich von selbst, dass Sie jene Preise, welche ich mit Bleistift eingesetzt habe, selbst richtig zu stellen haben, oder im Falle, wie dies bei den Handlangerarbeiten wahrscheinlich der Fall sein wird, selbe für den Baufond gar keine Auslagen verursachen, ganz weglassen müssen. Ebenso glaube ich, dass Sie für die Herstellung der Bausteine, für Bauholz, für Sand und für manch anderes geringere Preise ansetzen können, als ich getan habe, da die Kosten dieser Gegenstände vom guten Willen der Gemeinde größtenteils abhängig sind. Für die Dachziegel hingegen werde ich vielleicht zu geringen Preis angesetzt haben; würden Sie aber die Kirche anstatt mit Ziegel mit lärchenen Schindeln eindecken, so kommen Sie, zum Falle die Gemeinde das Holz zu demselben unentgeltlich liefert, wohl billiger durch.
Aus dem Obstehenden (=Erwähnten) und Nebenstehenden erfahren Sie ziemlich klar, wie Sie daran sind. Der liebe Gott segne Ihre Bemühungen!
In Hochachtung Euer Hochwürden ergebenster Diener Josef von Stadl – Architekt.
Beiläufiger Kostenvoranschlag samt Vorausmaß zur Erbauung einer neuen Pfarrkirche samt Turm für die Gemeinde Wengen, wenn selbe zwar einfach, aber doch den Siegeln eines guten Stiles und den pfarrlichen Bedürfnissen entsprechend hergestellt wird.
Gegenstands – Benennung – Geldbetrag – einzeln – zusammen – Anmerkung
Plan samt Vorausmaß und Voranschlag (200 fl) – Kosten des Bauplatzes (1000) – 500 Kubikklafter Bausteine à 10 = 5000 fl – 25 Kubikklafter Tuffsteine à 20 = 500 fl, 5000 Kubikfuß Kalk à 30 x = 1500 fl – 20.000 Kubikfuß Sand à 3 x = 600 fl, 300 Stück fichtene Rüst. und Baustämme à 5 fl = 1500 fl – 1300 Stück fichtene 1 ½ starke Flecken à 50 x = 650 fl – 1000 Stück Dachlatten à 10 x = 100 fl; 30.000 Stück Dachziegel à 30 x = 900 fl; 11.000 Schichten für Maurer, Zimmerleute, Tischler und Steinmetze à 87 = 9570; 3000 Handlangerschichten auf dem Bauplatz à 65 x. Die Kosten des Schmiedes, Schlossers, Glasers und Anstreichers belaufen sich auf za. 1700 fl, die Kosten der Bauleitung beiläufig 700 fl – Pauschal für verschiedene Auslagen 2000 fl = 27.870 fl.
c) Euer Hochwürden! Übersende Ihnen gleichzeitig die Skizzen für die Fenster und den Kostenvoranschlag für die verschiedenen Arbeiten in der Kirche. Fenster: die Lösung, glaube ich, ist einfach genug. Habe sie im Sinne eines Glasmosaiks gemacht ohne Ornament, wie Sie ja wünschten. Wie ich sie in der Kirche angeordnet haben möchte, lege ich Ihnen eine kleine Skizze bei. Wenn Sie einverstanden sind mit den Skizzen, wenigstens so im großen, so wird es sehr zweckmäßig sein, wenn ich beim Glasmaler die Tine (= Teint) der Farben aussuchen könnte, weil man anhand des Glases ganz anders stimmen kann. Die Fenster sind am besten in …glas wie in St. Martin. Dasselbe Glas in allen Fenstern soll gleich werden, gelblich grau, ganz hell aber. Habe bei den Skizzen diese Tine ersichtlicher gemacht, doch ist die oben ersichtliche Farbe die beste. Die abwechselnden Farben der Verzierung mache ich, da selbes ein typisches Zeichen des romanischen Stils ist und wohl auch unserem heutigen Geschmack am besten entspricht. Im Kostenvoranschlag nahm ich die Höchstmenge im Preis an, überschritten wird nicht. Zerlegte alles in Teile, da ich nicht weiß, ob Sie wohl alles machen lassen wollen. Dass die Arbeiten sorgfältig gemacht werden, das können Sie versichert sein. Wenn Ihnen das eine oder andere teuer vorkommt, so kann ich Ihnen nur sagen, eine ordentliche fachgemäße Arbeit kann man unter einem gewissen Preis nicht (machen) leisten, weil sonst die Ausführung eben auch billig sein kann, wie es ja genug Beweise gibt. Einen besonderen Rat möchte ich Ihnen betreff der Bilder geben.
Kann Ihnen dafür meinen Vater bestens empfehlen, da sicher niemand in Südtirol so gut für diese Art Bilder eingearbeitet ist wie er, nicht einmal die Brüder Stolz aus Bozen. Vaters Bilder in Welsberg, Welschellen, Cortina sind der beste Beweis dafür. Vor allem bitte ich Sie, die Bilder keinem Pfuscher zu übergeben, da es wirklich schade wäre um die schönen Bilder, die farbig und formell so gut sind. Die Skizze für das Priestergrab werde ich Ihnen im Laufe des Winters zusenden. In der Hoffnung, dass Sie uns das Vertrauen schenken werden, zeichne ich mit bestem Gruß und Handkuss hochachtungsvoll
Joh. Peskoller, akademischer Maler
Welsberg, 11. November 1933.
Nachtrag: Skizze für die “Conca” (?) ist nicht notwendig, da doch alles in der Art der jetzigen Malerei ausgeführt werden muss. Bewilligung des Denkmalamtes ist nicht notwendig, da die Arbeit nicht über 50 Jahre alt ist. Gold möchte ich etwas mehr verwenden als jetzt ist.
d) Euer Hochwürden! Euer wertes Schreiben dankend erhalten. Die 2 Heiligen im Presbyterium d.h. in den Fenstern des Presbyteriums sollen freilich bleiben, wenn selbes Glas als Hintergrund ist, werden sie sich auch besser ausnehmen. Wegen Ganz verdecken des Fensters hinter dem Hauptaltar könnten wir noch reden bei der Restaurierung. Die Bordüren dürften, glaube ich, nicht zu breit sein, da ja das Halbdunkle auch sehr hell wird und nur die 5 cm das Dunkle kein Licht hereinlässt. Ich werde, wenn ich nach Brixen fahre, mir die Sache noch einmal anschauen, dann anhand der Gläser.
Die Fenster dürften wohl die gleiche Breite haben wie in St. Martin, wenigstens sind sie nicht bedrückend … . Das halbe Fenster soll so werden wie die Presbyteriumskizzen der Fenster. Das Auswählen der Farbentine werde ich gerne besorgen, kann gleichzeitig mit dem Glasmaler das eine oder andere, was sich praktischer in technischer Hinsicht erweist, besprechen. In der Zeit vom 26. Dezember bis 15. Jänner bin ich nicht in Südtirol, es dürfte wahrscheinlich sowieso nicht früher entschieden sein. Auf alle Fälle benachrichtigen Sie mich, wenn die Sache reif ist. Für die Skizzen der Fenster bekomme ich, bitte 70 Lire. Die Bezahlung hat keine Eile. Betreff der Kirchenrenovierung bitte ich Sie, uns sobald in Brixen die Sachen erledigt sind, zu berichten. Wenn es Ihnen möglich ist, die Sachen bald erledigt zu bekommen, so wäre es uns sehr recht. Sie wissen ja, wie froh man ist, wenn man wieder Arbeit bekommt. Wegen Selbstverköstigung sind wir gerne einverstanden, nur müssen wir dann etwas mehr verlangen, viel macht das ja nicht aus, wenn alle Arbeiten ausgeführt werden gegen 700 Lire, sonst halt im Verhältnis weniger. Den Sparherd werden wir schon zusammenstellen. Kalk wäre besser, wenn Sie irgendwie einen bekämen, der über 2 Jahre alt ist, brauchen würden wir 200 kg. Besonders zum Ausmörteln der Bilder ist alter Kalk notwendig. Das Ordinariat wird, wenn Sie angeben, dass Sie uns die Arbeit übergeben wollen, keine Schwierigkeiten machen. Die Brüder Stolz sind die besten Maler in Bozen, führt sie deshalb an. Nochmals besten Dank für den Brief, und ich bitte, wenn es ein bisschen möglich ist uns die Arbeit zu übergeben. In der Hoffnung, dass eine günstige Nachricht eintrifft, bin ich mit bestem Gruß und Handkuss in Hochachtung Joh. Peskoller jun.
Auch vom Vater besten Gruß und Handkuss, Welsberg 4. Dezember 1933
e) Kostenvoranschlag: “Restaurierung der Conca des Presbyteriums in La Valle – Val Badia. Selbe wird gründlich gereinigt, Defekte und lose Stellen, abgekratzt, geschrieft und gemilcht. Die Tinung wird so hell und farbig gehalten, wie es nur möglich ist, ohne jedoch an Charakter der übrigen Kirche zu verlieren oder am selben … zu fallen. Ornament und Farbe wird der übrigen Kirche entnommen. Die jetzige Malerei dieses Teiles ist so schmutzig und muffig in jedem Sinne, dass es die Ehre des Zweckes nicht erfüllt als nächste Nähe des Sanktissimum. Die Arbeit wird in … ausgeführt. Der Preis beläuft sich für diese Arbeit mit 1000 Lire (tausend Lire) Kost und Quartier.
I. Die eventuelle Abstaubung der übrigen Kirche sowie Ausbesserung der Ornamente, Ausstreichen der Fläcken (1 – 2 maliger Anstrich) würde auf 1600 Lire belaufen mit Kost und Quartier.
II. Bilder. Vollständige Herstellung der Bilder des Abendmahles, der Anbetung der Könige, der Verkündigung und der Auferstehung in bestem fachmäßigem Können. (Reinigen, Ausmörteln der Störungen und defekten Stellen und Ausbessern im Charakter der Bilder). Die Ausbesserung erfolgt in der Art der Malweise der Bilder … der Preis beläuft sich auf 1600 Lire, Kost und Quartier.
III. Abstauben und Putzen der Plafondbilder und eventuelles Ausbessern. Der Preis beläuft sich auf 600 Lire, Kost und Quartier.
IV. Gerüst und Eier (?) müssen bei allen Arbeit beigestellt werden. Malmaterialien, Gold usw. muss vom Maler gestellt werden und ist im Preis inbegriffen.
Gerarchia: A-1059/031
Preventif y documënc desvalis che reverda laurs de costruziun pro la dlijia a La Val. Documënc scric a man - lëtres
a) Euer Hochwürden! Ihr wertes Schreiben erhalten, danke bestens dafür. Betreff der Malerei müssen wir freilich den Umständen uns anpassen, nur bitten wir Sie, uns Ihr Vertrauen (?) zu schenken, wenn es dazu kommt und uns mit der Stiftung betrauen. Notwendig ist die Malerei … gerade so wie die Fenster. Besonders die Bilder und das Presbyterium. Bin neugierig – Ihr Schreiben betreff Berichte aus Brixen. Das Ausfischen der … der Fenster werde ich selber freundlich gerne besorgen. Die Aufforderung zur Lichtung an mehreren Stellen ist vielleicht zu bejahen, da die Kirche unter deren Mangel sehr leidet. Sehr vorteilhaft wäre im rechten und linken Seitenschiff je eine, eine ins Presbyterium, und je eine rechts und links im Langschiff. Vielleicht eines am Chor und das andere im Fenster der Mitterfüllung. Zum Lüften soll Zug sein, wenn es was nützen soll. Meine Bitte um Ihr Vertrauen wiederholend zeichne mit bestem Gruß und Handkuss auch vom Vater Ergebenst Joh. Pescoller jun.
Welsberg, 4.III.1854
Zeichnung für die … habe ich gezeichnet, nur für die Stützen … bedarf ich einiger Maße, um die ich Sie bitte, mir an der Kirche abzunehmen und mir zu senden, da ich sie vergriffen habe. Nämlich die Tiefen der … teiler, wie ich sie angezeichnet habe. 1, 2 und 3 und zwar oberhalb des Sockels.
b) Euer Hochwürden! Wilten, den 18.02.1867
Infolge der sehr werten Zuschrift vom 30.v.M. erhalten Sie nebenstehend einen beiläufigen Voranschlag zur Erbauung einer Kirche samt Turm für die Gemeinde Wengen. Es versteht sich von selbst, dass Sie jene Preise, welche ich mit Bleistift eingesetzt habe, selbst richtig zu stellen haben, oder im Falle, wie dies bei den Handlangerarbeiten wahrscheinlich der Fall sein wird, selbe für den Baufond gar keine Auslagen verursachen, ganz weglassen müssen. Ebenso glaube ich, dass Sie für die Herstellung der Bausteine, für Bauholz, für Sand und für manch anderes geringere Preise ansetzen können, als ich getan habe, da die Kosten dieser Gegenstände vom guten Willen der Gemeinde größtenteils abhängig sind. Für die Dachziegel hingegen werde ich vielleicht zu geringen Preis angesetzt haben; würden Sie aber die Kirche anstatt mit Ziegel mit lärchenen Schindeln eindecken, so kommen Sie, zum Falle die Gemeinde das Holz zu demselben unentgeltlich liefert, wohl billiger durch.
Aus dem Obstehenden (=Erwähnten) und Nebenstehenden erfahren Sie ziemlich klar, wie Sie daran sind. Der liebe Gott segne Ihre Bemühungen!
In Hochachtung Euer Hochwürden ergebenster Diener Josef von Stadl – Architekt.
Beiläufiger Kostenvoranschlag samt Vorausmaß zur Erbauung einer neuen Pfarrkirche samt Turm für die Gemeinde Wengen, wenn selbe zwar einfach, aber doch den Siegeln eines guten Stiles und den pfarrlichen Bedürfnissen entsprechend hergestellt wird.
Gegenstands – Benennung – Geldbetrag – einzeln – zusammen – Anmerkung
Plan samt Vorausmaß und Voranschlag (200 fl) – Kosten des Bauplatzes (1000) – 500 Kubikklafter Bausteine à 10 = 5000 fl – 25 Kubikklafter Tuffsteine à 20 = 500 fl, 5000 Kubikfuß Kalk à 30 x = 1500 fl – 20.000 Kubikfuß Sand à 3 x = 600 fl, 300 Stück fichtene Rüst. und Baustämme à 5 fl = 1500 fl – 1300 Stück fichtene 1 ½ starke Flecken à 50 x = 650 fl – 1000 Stück Dachlatten à 10 x = 100 fl; 30.000 Stück Dachziegel à 30 x = 900 fl; 11.000 Schichten für Maurer, Zimmerleute, Tischler und Steinmetze à 87 = 9570; 3000 Handlangerschichten auf dem Bauplatz à 65 x. Die Kosten des Schmiedes, Schlossers, Glasers und Anstreichers belaufen sich auf za. 1700 fl, die Kosten der Bauleitung beiläufig 700 fl – Pauschal für verschiedene Auslagen 2000 fl = 27.870 fl.
c) Euer Hochwürden! Übersende Ihnen gleichzeitig die Skizzen für die Fenster und den Kostenvoranschlag für die verschiedenen Arbeiten in der Kirche. Fenster: die Lösung, glaube ich, ist einfach genug. Habe sie im Sinne eines Glasmosaiks gemacht ohne Ornament, wie Sie ja wünschten. Wie ich sie in der Kirche angeordnet haben möchte, lege ich Ihnen eine kleine Skizze bei. Wenn Sie einverstanden sind mit den Skizzen, wenigstens so im großen, so wird es sehr zweckmäßig sein, wenn ich beim Glasmaler die Tine (= Teint) der Farben aussuchen könnte, weil man anhand des Glases ganz anders stimmen kann. Die Fenster sind am besten in …glas wie in St. Martin. Dasselbe Glas in allen Fenstern soll gleich werden, gelblich grau, ganz hell aber. Habe bei den Skizzen diese Tine ersichtlicher gemacht, doch ist die oben ersichtliche Farbe die beste. Die abwechselnden Farben der Verzierung mache ich, da selbes ein typisches Zeichen des romanischen Stils ist und wohl auch unserem heutigen Geschmack am besten entspricht. Im Kostenvoranschlag nahm ich die Höchstmenge im Preis an, überschritten wird nicht. Zerlegte alles in Teile, da ich nicht weiß, ob Sie wohl alles machen lassen wollen. Dass die Arbeiten sorgfältig gemacht werden, das können Sie versichert sein. Wenn Ihnen das eine oder andere teuer vorkommt, so kann ich Ihnen nur sagen, eine ordentliche fachgemäße Arbeit kann man unter einem gewissen Preis nicht (machen) leisten, weil sonst die Ausführung eben auch billig sein kann, wie es ja genug Beweise gibt. Einen besonderen Rat möchte ich Ihnen betreff der Bilder geben.
Kann Ihnen dafür meinen Vater bestens empfehlen, da sicher niemand in Südtirol so gut für diese Art Bilder eingearbeitet ist wie er, nicht einmal die Brüder Stolz aus Bozen. Vaters Bilder in Welsberg, Welschellen, Cortina sind der beste Beweis dafür. Vor allem bitte ich Sie, die Bilder keinem Pfuscher zu übergeben, da es wirklich schade wäre um die schönen Bilder, die farbig und formell so gut sind. Die Skizze für das Priestergrab werde ich Ihnen im Laufe des Winters zusenden. In der Hoffnung, dass Sie uns das Vertrauen schenken werden, zeichne ich mit bestem Gruß und Handkuss hochachtungsvoll
Joh. Peskoller, akademischer Maler
Welsberg, 11. November 1933.
Nachtrag: Skizze für die “Conca” (?) ist nicht notwendig, da doch alles in der Art der jetzigen Malerei ausgeführt werden muss. Bewilligung des Denkmalamtes ist nicht notwendig, da die Arbeit nicht über 50 Jahre alt ist. Gold möchte ich etwas mehr verwenden als jetzt ist.
d) Euer Hochwürden! Euer wertes Schreiben dankend erhalten. Die 2 Heiligen im Presbyterium d.h. in den Fenstern des Presbyteriums sollen freilich bleiben, wenn selbes Glas als Hintergrund ist, werden sie sich auch besser ausnehmen. Wegen Ganz verdecken des Fensters hinter dem Hauptaltar könnten wir noch reden bei der Restaurierung. Die Bordüren dürften, glaube ich, nicht zu breit sein, da ja das Halbdunkle auch sehr hell wird und nur die 5 cm das Dunkle kein Licht hereinlässt. Ich werde, wenn ich nach Brixen fahre, mir die Sache noch einmal anschauen, dann anhand der Gläser.
Die Fenster dürften wohl die gleiche Breite haben wie in St. Martin, wenigstens sind sie nicht bedrückend … . Das halbe Fenster soll so werden wie die Presbyteriumskizzen der Fenster. Das Auswählen der Farbentine werde ich gerne besorgen, kann gleichzeitig mit dem Glasmaler das eine oder andere, was sich praktischer in technischer Hinsicht erweist, besprechen. In der Zeit vom 26. Dezember bis 15. Jänner bin ich nicht in Südtirol, es dürfte wahrscheinlich sowieso nicht früher entschieden sein. Auf alle Fälle benachrichtigen Sie mich, wenn die Sache reif ist. Für die Skizzen der Fenster bekomme ich, bitte 70 Lire. Die Bezahlung hat keine Eile. Betreff der Kirchenrenovierung bitte ich Sie, uns sobald in Brixen die Sachen erledigt sind, zu berichten. Wenn es Ihnen möglich ist, die Sachen bald erledigt zu bekommen, so wäre es uns sehr recht. Sie wissen ja, wie froh man ist, wenn man wieder Arbeit bekommt. Wegen Selbstverköstigung sind wir gerne einverstanden, nur müssen wir dann etwas mehr verlangen, viel macht das ja nicht aus, wenn alle Arbeiten ausgeführt werden gegen 700 Lire, sonst halt im Verhältnis weniger. Den Sparherd werden wir schon zusammenstellen. Kalk wäre besser, wenn Sie irgendwie einen bekämen, der über 2 Jahre alt ist, brauchen würden wir 200 kg. Besonders zum Ausmörteln der Bilder ist alter Kalk notwendig. Das Ordinariat wird, wenn Sie angeben, dass Sie uns die Arbeit übergeben wollen, keine Schwierigkeiten machen. Die Brüder Stolz sind die besten Maler in Bozen, führt sie deshalb an. Nochmals besten Dank für den Brief, und ich bitte, wenn es ein bisschen möglich ist uns die Arbeit zu übergeben. In der Hoffnung, dass eine günstige Nachricht eintrifft, bin ich mit bestem Gruß und Handkuss in Hochachtung Joh. Peskoller jun.
Auch vom Vater besten Gruß und Handkuss, Welsberg 4. Dezember 1933
e) Kostenvoranschlag: “Restaurierung der Conca des Presbyteriums in La Valle – Val Badia. Selbe wird gründlich gereinigt, Defekte und lose Stellen, abgekratzt, geschrieft und gemilcht. Die Tinung wird so hell und farbig gehalten, wie es nur möglich ist, ohne jedoch an Charakter der übrigen Kirche zu verlieren oder am selben … zu fallen. Ornament und Farbe wird der übrigen Kirche entnommen. Die jetzige Malerei dieses Teiles ist so schmutzig und muffig in jedem Sinne, dass es die Ehre des Zweckes nicht erfüllt als nächste Nähe des Sanktissimum. Die Arbeit wird in … ausgeführt. Der Preis beläuft sich für diese Arbeit mit 1000 Lire (tausend Lire) Kost und Quartier.
I. Die eventuelle Abstaubung der übrigen Kirche sowie Ausbesserung der Ornamente, Ausstreichen der Fläcken (1 – 2 maliger Anstrich) würde auf 1600 Lire belaufen mit Kost und Quartier.
II. Bilder. Vollständige Herstellung der Bilder des Abendmahles, der Anbetung der Könige, der Verkündigung und der Auferstehung in bestem fachmäßigem Können. (Reinigen, Ausmörteln der Störungen und defekten Stellen und Ausbessern im Charakter der Bilder). Die Ausbesserung erfolgt in der Art der Malweise der Bilder … der Preis beläuft sich auf 1600 Lire, Kost und Quartier.
III. Abstauben und Putzen der Plafondbilder und eventuelles Ausbessern. Der Preis beläuft sich auf 600 Lire, Kost und Quartier.
IV. Gerüst und Eier (?) müssen bei allen Arbeit beigestellt werden. Malmaterialien, Gold usw. muss vom Maler gestellt werden und ist im Preis inbegriffen.
Gerarchia: A-1059/031
