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Titul:

Hochwürdiger Herr Kurat | Documënc



Descriziun: Regest: Moling Sepl (*1934)

Documënc scric dal prou da La Val, che reverda la costruziun dla dlijia da La Val.

a) Hochwürdiger, Hochverehrter Herr Kurat!
Wie ich aus einem Brief des Joh. Piderschen Massa – Verwalters Aug. Petter in Innsbruck abnehme, gibt sich Josef Pider in Wengen u. Wirt daselbst in Betreff der sogenannten Stiftung, welche der Herr Johannes für seine Geschwister machte, eine große Bauverfügung hin, damit derselbe wisse wie es sich damit verhalte, in sich zur Ruhe begebe, ersuche ich Sie, sich verehrter Herr Kurat zum Wirt Josef Pider folgendes hierüber mitzuteilen:
1) Der verstorbenen Johann Pider scheute bei Lebzeiten dem allg. Diozesanhilfsfond in Brixen eine National-Anlehens Obligation zu 1000 fl und zu 5% verzinslich und eine Ararial-Obligation der Stände Tirols zu 1000 f 4%. Diese Wertpapiere trat bei Lebzeiten als förmliche Schenkung an den Diöz. Hilfsfond ab und dieser nahme sie als solche an.
2) Der Zinsenbetrag macht dermalen jährlich, nachdem das Agio (?) und eine Steuer in Rechnung gezogen sind, zirka 83 fl aus.
3) Von diesen Zinsen bleiben nach dem Willen des verstorbenen Joh. Pider dem Diözes. Hilfsfond jährlich 10 fl für Verwaltung und allfällige Kapitalische Ergänzung.
4) Die übrigen Zinsen hat der verst. Herr Johannes ganz und gar dem freien Ermessen des Konsistoriums … oder frommen Zwecken überlassen, fügte jedoch einen doppelten Wunsch bei, nämlich in Betreff seiner Geschwister heißt es: “Nur wenn etwa, zufällig eines meiner Geschwister in Not käme, würde ich bestimmen, dass es wenigstens teilweise mit den Zinsen unterstützt werden möchte.” In Betreff des Knaben aus dem Dekanate Enneberg fügte er bei, dass es sein Wünsch wäre, wenn nach dem Gutachten des Diözesanischen Hilfsfonds ein solcher Knabe, der hier entweder die deutsche Schule oder das Gymnasium besucht, eine Unterstützung bekäme.
Das ist alles, was der verstorbene Johannes Pider getan und verordnet hat.
Daraus wird der gute Wirt Josef abnehmen, dass er dermalen gewiss nicht in der unglücklichen Notlage ist, um eine Unterstützung aus dem Diözesanischen Hilfsfond bitten zu müssen, und dass dies auch bei seinen übrigen Geschwistern (etwa die Magdalena abgerechnet, wenn sie wieder für sich selbst sein muss) dermalen glücklicherweise nicht der Fall ist. Ferner wird der gute Josef daraus abnehmen, dass der verstorbene Herr Johannes keine Piderische Stiftung gemacht, sondern obige Wertpapiere.
a) Dem Diözesanischen Hilfsfond geschenkt habe, mit dem, dass er bestimmte, es möchte, sofern zufällig eines seiner Geschwister in Not kommt, demselben nach dem Gutachten des Consistoriums eine Unterstützung zu Teil werden.
Mit aufrichtigster Hochachtung geharre ich Euer Hochwürden, Herr Kurat ergebenster Diener Vinzenz (Gasser) F. Bischof, Brixen, den 24. Februar 1869.
b) Nr. 108 – Hochw. Herr Kurat!
Unter dem 7. April d.J. (1867) haben mehrere, und darunter sehr angesehene Gemeindemänner von Wengen, eine Bittschrift an mich gerichtet, worin sie mich ersuchen, ich möchte eine Versetzung der dortigen Seelsorgskirche nicht gestatten. Aus dieser ganz ruhig und objektiv gehaltenen Bittschrift geht hervor, dass Ihr Projekt, wie wohl vorauszusehen war, auf Widerstand stößt und dass die Eintracht in der Gemeinde durch dasselbe, wie ich fürchte, ernstlich bedroht ist. Insoferne verstände sich mein Verbot wohl von selbst, indem ich ja nur unter der Bedingung, dass die Gemeinde im Friede und Eintracht das fragliche Projekt der Kirchenversetzung akzeptiere, versprochen, der Ausführung derselben kein Hindernis entgegensetzen zu wollen. Wenn ich von einem förmlichen Verbot zur Stunde noch absehe, so geschieht es nur darum, weil ich vernommen habe, dass bald nach Ostern Herr von Stadl in Wengen erwartet wird, um an Ort und Stelle über das Bau-Projekt sein Gutachten abzugeben. Da höchst wahrscheinlich Von Stadl bereits auf dem Wege sein dürfte, will ich ihn denselben nicht verlegen. Allein ich muss und zwar sogar infolge eines Ordinariatsbeschlusses verlangen, dass derselbe auch über eine anständige Erweiterung der dermaligen St. Genesiuskirche, d.h. sowohl über die Ausführbarkeit als über die Kosten ein möglichst datailiertes Gutachten abgebe. Beide Gutachten wären dann dem Ordinariate vorzulegen.
Übrigens muss ich Sie doch dringend bitten, die Versetzung der Kirche nicht wie eine fixe Idee selbst mit unlauteren Mitteln zu verfolgen. So hat es auf mich den schmerzlichsten Eindruck gemacht zu vernehmen, dass diejenigen, welche die Kirche an der alten Stelle erhalten wissen wollen, vulgo Protestanten genannt werden, ja dass Sie sogar zu ihrer Bekehrung eine öffentliche Andacht gehalten haben. Ich begreife nicht, mit welchem Gewissen Sie Männer, die nur am Bestehenden, durch das Herkommen Geheiligten hängen, während Sie mit Ihrem Plane eine völlige Umwälzung anstreben, als öffentliche Sünder brandmarken können.
Brixen, den 27. April 1867 – Vinzenz – Episcopus (Bischof)

I seguenti sono ancora debitori di 2 piante … 12 fl per il tobiado (= fienile) del Curato di La Valle: 1. Giuseppe Comploi in Promberg … bis 18 Giuseppe Ploner in Miscí. Sono pregati di soddisfare quanto prima, tanto piú che la metá appartiene alle campere (?) ed alla chiesa di La Valle.
Marebbe, lí 13 aprile 1871
Matteo Declara
Was nachzuzahlen ist in obiger Hinsicht, überlässt Gefertigter alles der neuen Kirche von Wengen.
Enneberg, den 24. Mai 1876
Math. Declara - Dekan

Gerarchia: A-1059/023



Data: 1869 - 1871

Post: Val Badia, La Val

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