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Kurze Zusammenstellung | Picia relaziun



Descriziun: Regest: Moling Sepl (*1934)

Picia relaziun che reverda la costruziun dla dlijia da La Val. Ara se trata scialdi de impormetüdes. Le documënt é scrit a man, daté 1868.

Kurze Zusammenstellung der Versprechungen für den Bau der Kuratie-Kirche Wengens A-Versprechungen an Geld: die Versprechungsliste weist auf, dass in Betreff des Baufonds folgende Summen versprochen und unterzeichnet wurden
a) an Bargeld 13,284 fl;
b) an Getreide 810 star à nach der gemachten Schätzung 2 fl somit = 1620 fl;
c) 1351 Stämme; davon jedoch sollen vorläufig nach der Angabe des Architekten von Stadl 600 Stämme zum Bauholz abgezogen werden, somit bleiben 731 Stämme zum Merkantilholz à St. 3 fl = 2253 fl.
d) für kleinen Waldteil von beil. 200 Klf. Brennholz à … 1 fl geschätzt = 200 fl;
e) gemäß früher schon gemachter Abtretung des Waldes Salt zu diesem Zwecke sollen nach der Schätzung des Waldhüters 1000 Klf. Brennholz daraus gewonnen – 100 fl;
f) nach dem gegebenen Parere der Sachverständigen wurde der Erlös der alten Gebäude etc. in St. Genesius auf 1060 fl geschätzt, macht zusammen die Summe 19.417 fl. Der Baufond beträgt somit 19.417 fl. Die bereits übernommenen Bauten erfordern:
a) Kirche mit Turm und Sakristei 14.500 fl.
b) die 2 Häuser (Widum und Comunalhaus) 4000 fl;
c) Wasserleitung 60 fl;
d) für das Sägen 73 fl;
e) für die Gewinnung der Tuffsteine 390 fl. Summe 19.023 fl.
Somit erübrigen für die Mauern des Friedhofes 394 fl, welche hinreichen, da 100 Kft Mauer à 1 ½ Kft … der Friedhof erfordert u.à Kft auf 4 fl kommt; es erscheinen somit in den Barauslagen 6 fl Defizit. Hingegen muss noch bemerkt werden, dass zu diesem Baufond 300 fl, die später dazugekommen sind, nicht hinzugerechnet wurden, dass auch die Renitenten im Falle des Baues mit der Zeit für den guten Zweck eingenommen werden, dass ferner manche Auswärtige Wengener noch nicht angegangen sind, dass ferner sogar unter den Versprechern es einige gibt, die im Falle des wirklichen Baues Hoffnung auf weitere Hilfe gemacht und dass selbst Nicht-Wengener bereit sind, etwas zu dem Zwecke opfern zu wollen, die man aber in der Liste ausgelassen hat. Überhaupt wurde die Gemeinde Wengen sich auch herbeilassen, die Handlangerdienste an der Baustelle selbst zu besorgen, so würden die Barauslagen noch glänzender gedeckt sein als erwiesen wurde.
Versprechungen an Roboten
Die Gemeinde muss das Baumaterial auf die Baustelle liefern und zugleich dortselbst die Fundamente aufgraben, somit konnte und durfte man nun diese Dienste in Geld abschätzen und nach dem Maßstab der direkten Steuern verteilen. Die Herbeischaffung des Materials wie die angegebenen Arbeiten erfordern die Summe von 12.296 fl. Das Material für die Kirche, Turm und Sakristei gab Herr von Stadl an, das Material für die übrigen Gebäude wurde dadurch bestimmt, dass man in allem die Hälfte des vom H. von Stadl bestimmten nahm die Schätzung des Materials und der Arbeiten geschah von Sachverständigen in Gegenwart der ganzen Gemeindevertretung. Nach dieser Bestimmung des Materials und Schätzung desselben, wurde auch die Rechnung gemacht. Aus der Schätzung ergab sich obige Summe, nämlich 12.296 fl, die sich so verteilen lässt: für Kirche, Turm und Sakristei 8.197 fl, für die Nebengebäude 4099 fl.
Die Verteilungsliste der Roboten weist nach, dass man jährlich an Fuhren 585 und an Tagschichten 1401 habe. Nach der Schätzung beträgt eine Fuhre 2 fl u. eine Tagschicht 60 x oder 3 Tagschichten betragen 1 Fuhre; somit hat man jährlich 1052 Fuhren, die 2104 fl ausmachen. Will man nun die Bauzeit auf 5 Jahre setzen, so ergibt sich für die versprochenen Roboten eine Summe von 10.520 fl. Es zeigt sich somit ein Defizit von 1776 fl, welches aber aus dem Umstande sich erklären lässt, dass man manche Höfe wie Miribung u. Frenes ganz ausgelassen hat, teils weil einige unter Vormundschaft stehen, teils weil sie damals verhindert waren, durch ihre Unterschrift die Leistung ihres Anteiles zu bestätigen, teils auch weil einige Renitenten sind und als solche für jetzt ganz außer acht gelassen wurden.
Die Verteilungsliste der Roboten weist nach, dass dieses Defizit schon durch jene Gemeindemitglieder gedeckt wird, von denen man hoffen darf, dass sie ihren Anteil sicher leisten werden, denn diese allein trifft die Summe von 1880 fl, ferner kann man auch hoffen, dass die wenigen Renitenten, auch wenn nicht ihren Anteil, welcher sich auf 1195 fl beläuft, doch etwas leisten werden. Somit erscheint das Defizit nicht so bedenklich, vielmehr kann es (sichtlich) füglich gestrichen werden. Zudem muss noch bemerkt werden, um den Beweis noch glänzender zu führen, dass Wengen imstande ist, die Roboten bei diesem Unternehmen zu leisten, dass trotzdem noch eine Garantie von 24 Besitzern vorliegt, die sich herbeigelassen haben, das etwa noch Abgehende an Roboten zu leisten. Diese Garantie scheint das f.b. Ordinariat übersehen zu haben und wurde auch nicht zurückgeschickt.
In Bezug der Roboten muss auch bemerkt werden, dass man bei der Schätzung den weitesten Steinbruch wählte, nämlich Tschëindles, 1 Stunde von der Baustelle entfernt, und somit alle naheliegenden Steinbrücke, z.B. den Steinbruch in der nächsten Nähe der Baustelle übergangen hat, was jedenfalls eine Bedeutung in der Rechnung hat. Für die Gewinnung der Steine wurde, weil im genannten Tschëindles ein mächtiges Geröll vorliegt, woraus ohne große Kosten und Mühen die schönsten Bausteine gewonnen werden könne, bei der Schätzung nur das Auflegen berücksichtigt.
Außerdem ergibt sich, dass Wengen die betreffenden Roboten leisten kann und wird und dass das einstweilige Defizit seinen Grund nur in der schwierigen Arbeit der Verteilung hat.

C. Freiwillige Leistungen
a) aus der Versprechungsliste ergibt sich auch, dass der zum Bau notwendige Kalk besorgt ist, welcher aus dem Grunde nicht in die Rechnung gekommen ist. Einzelne Nachbarschaften haben sich herbeigelassen., 5 Kalköfen auf eigene Kosten zu bestellen. Ein Kalkofen enthält à 1200 Kubik Fuß Kalk, somit hat man für jetzt 6000 K.F. Kalk, und sollte man damit nicht auskommen, so ist eine Nachbarschaft bereit, einen 6. Kalkofen zu richten.
b) Die Gewinnung des notwendigen Sandes, die auch nicht in die Rechnung gekommen ist, hat gemäß Versprechung der Jungfrauenbund übernommen.

D. Abtretung des zum Baue erforderlichen Grundes
Die Abfindung zeigt, dass man 2000 Q.Klf, Grund zu diesem Zwecke einnehmen muss, welchen man aber durch Weiden abgetauscht hat. Diese Weiden sind, wie schon Versprechungsliste nachweist, nicht Gemeindeweiden, sondern nur partielle oder Nachbarschaftsweiden, mithin hat die bezügliche Bemerkung des f.b. Ordinariates hier keine Anwendung.
Aus alldem lässt sich nun mit Grund schließen, dass die Gemeinde Wengen den beantragten Bau aufführen kann und ihn auch aufführen wird, sobald sie hiezu die Bewilligung erhalten haben wird.

Gerarchia: A-1059/016



Data: 1868

Post: Val Badia, La Val

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