Sort de documënt: Documënt
Titul:
Quittung | Recioiüda
Descriziun: Regest: Moling Sepl (*1934)
Documënc desvalis che reverda i cunc de dlijia.
Stiftung des Andreas Sottsass zu Piristi
Des Hochwürdigsten Fürsten und Herrn, Herrn Karl Franz Bischofs und des H.R. Reiches Fürsten zu Brixen – Wir Präsident und Konsistorialräte urkunden hiemit und geben jedermann folgendes zu vernehmen: Der Ehrwürdige, Edle und Hochgelehrte, unser besonders lieber Freund und Herr Anton Trebo, unser Mitrat, auch Dekan und Pfarrer in Enneberg hat Uns gehorsamst vorgetragen, dass der Andreas Sottsass zu Peristi auf Welschellen dem Kuratie-Gotteshaus in Welschellen eine Hauptsache (=Kapital) von 100 fl, rage hundert Gulden, den Gulden zu 60 x rheinisch gerechnet, gegen die Verbindlichkeit vermacht, dass jährlich auf weltewige Zeiten am Tage seines Hinscheidens, also am 10. März eine gesungene Messe mit Besuchung des Grabes mit Libera und De Profundis (Psalm) gehalten werden solle. Dafür soll aus den Kirchenmitteln des erwähnten Kuratie-Gotteshauses, welchem oben genannte Hauptsache bereits einverleibt worden, jährlich entrichtet werden: Einem jeweiligen Kuraten 1 fl 12 x, dem Mesner 12 x. Der Überrest von den Zinsen hat dem mehrgemeldeten Kuratie-Gotteshaus für ewige Versicherung des Stiftskapitals und Einhaltung dieser Stiftung, Dargebung des Lichtes und der Kirchenkleider zu verbleiben. Da nun vorstehende Stiftung nach ihrem vollen Inhalte von geistlicher und weltlicher Kirchenvorstehung angenommen und an Uns das gehorsamste Anlangen gemacht worden, diese erst angeführte Stiftung von Ordinariatswegen Hochgnädig genehm zu halten und zu bestätigen; wir auch nachreiflicher Überlegung derselben und so weniger, ein Bedenken, daran tragen, als sie zu vörderst zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen gereicht, so genehmigen und bestätigen wir diese Stiftung nach ihrem ganzen Inhalte in Kraft dieses Briefes aus der uns zustehenden Ordinariats-Gewalt nach bester Form geistlicher Rechte und nach dem löblichen Gebrauche des Bistums Brixen.
Daher wir allen denen, welchen die Vollziehung, Einsicht und Erhaltung dieser Stiftung obliegt, unter Bedrohung der Kirchenbußen und anderer angemessenen Strafen zur Pflicht machen, dass sie oft erwähnte Stiftung auf ewige Weltzeiten fleißig erhalten und dagegen weder selbst handeln noch andere dies gestalten sollen. Zu dessen Urkunde ist nebst der gewöhnlichen Fertigung das größere Konsistorialinsiegel beigedrückt worden. So geschehen im Konsistorium zu Brixen den 29. Nov. 1798
Konrad v. Buol – Präsident – Martin Hölzl Prosekretär.
Geschehen in Sankt Martin, den 18. Juli 1799 – Vor Seiner Hochwürden Herrn Dekan und Pfarrer in Enneberg Anton Alois Trebo, Herrn Kuraten Christoph Jori und Herrn Pfleger Franz Joseph ... Piristi. Zugegen der ehrsame Sebastian Ferdigg.
Kirchenrechnung, die der ehrsame Jakob Ritsch zu Wurz als Substituierter des Johann Gasser Bacher dem löblichen St. Peter und Paul Gotteshaus zu Welschellen um den 1798. Jahres-Nutzen erstattet hat.
Empfang: die Grundzinsen betreffen 48 x; Das Gut-Fornel gibt Weizen 1 Star = 1 fl 30 x; 4 Star Roggen à 1 fl 21 x = 5 fl 24 x; 25 Eisenkühe à 6 x = 2 fl 30 x; 22 Star Lichthafer à 20 x = 7 fl 20 x; Su = 17 fl 32 x; Die Kapital-Zinsen betreffen 283 fl 55 ½ x. Laut vor einjähriger Rechnung ist hiesiger Rechnungsleger an Rest schuldig verblieben 187 fl 17 x. Titl Herr Pfarrer hat vor einem Jahr daigem Gotteshaus geschenkt 2 fl 24 x; und Titl Herr Pfleger 1 fl 12 x. An Opfer ist eingegangen 54 x; zus. 475 fl 42 ½ x. Summa des Empfangs 493 fl 14 ½ x.
Ausgaben: Titl. Herrn Pfarrers in Enneberg Besoldung 17 fl; des Herrn Kuraten Besoldung in allem samt Andrea Untersteinerischem Jahrtag 150 fl 28 x; für Opfer und Speisewein 5 fl; wohl dem Antlass (Fronleichnam) Mahl 30 x; zum Kirchtag 12 x; für die Armen-Seelen-Bruderschaft 5 fl; Herrn von Schucheggerisch gestiftetes Almosen 1 fl; für das Heilige Öl 18 x; für 1 Direktorium 19 x für den Kreuzgang nach Säben 1 fl 12 x; Mesners Besoldung 12 fl 30 x; Der Schreiberei Schreibgeld 7 fl 30 x; des Kirchprobsten (=Verwalters) Besoldung 5 fl; Herrn Kuraten für Kinderlehre – Waren 3 fl.
Rechnungszehrung: Titl Herrn Dekan und Pfarrer 45 x; Herrn Kuraten 45 x; Herrn Pfleger 45 x; Schreiberei 45 x; für alten und neuen Kirchprobst 1 fl; Mesner 30 x; für Herrn Pfarrers Bedienten und Pferd-Fütterung 45 x; Gerichtsdiener 12 x; Rechnungs-Regalien; Titl Herrn Dekan u. Pfarrer 1 fl; Herrn Kuraten 1 fl; Herrn Pfleger und Schreiberei 3 fl; Beisitzer 36 x; für Beichtzettel 42 x. Antlass-Zehrung 5 fl 30 x; Geiger-Besoldung 4 fl 39 x; Vesper-Wein 48 x; Herrn Kuraten Verseh-Geld 3 fl 36 x; für Hostien 1 fl 48 ¾ x; Herrn Johann Anton Puel 46 fl 38 x; Adels-Steuer zu Georgi 1798 – 32 ¾ x; für 1 Weihbrunn-Zuber 40 x; für 5 ½ Pfund Wachs à 54 x = 4 fl 57 x; dem Strickenmacher 7 x; Steuer nach Sonnenburg 24 x; dem Schmied 2 fl 24 x. Gerichtsdiener extra 3 x. Summa aller Ausgaben 292 fl 51 ½ x; Dagegen betrifft der Empfang 493 fl 14 ½ x.
In Ziehung des Restes erhellt sich, dass Rechnungsleger an Rest behange 200 fl 23 x.
Hievon hat Rait(=Rechnungs)leger dem neu verpflichteten Kirchprobst Jakob Zulee erlegt 50 fl. Verbleibt also an endlichen Rest 150 fl 23 x.
Vorstehende Rechnung heute in Gegenwart löblicher geistlicher und weltlicher Vorstehung vorgenommen, gerechnet und der Rest gezogen und somit bei allseitig befundener Richtigkeit für adjustiert an- und aufgenommen so ist raitlegender Kirchprobst seiner Pflicht mit Vorbehalt des Restes entlassen, und zu Besorgung des 1799. Jahres-Nutzens der Jakob Zulee zu Sommavilla in Weitental mittels an Löblich geistlicher und weltlicher Vorstehung erstatteten Hand geliebt in die Pflicht genommen worden.
1797: Kirchen-Rechnung: Das löbliche St. Peter und St. Paul Gotteshaus zu Welschellen um den 1786. Jahres-Nutzen Raitleger Peter Mellauner zu Obermellaun. Am 23. Mai 1796 hat der wohlehrsame Peter Mellauner, Wirt zu Welschellen dem dortselbstigen St. Peter und Paul Gotteshaus um den 1795. Nutzen die Rechnung abgelegt und somit zu Besorgung des 1796. Jahres-Nutzens der ehrsame Peter Mellauner zu Obermellaun in die Pflicht gezogen worden; dieser will nun bei Ausgang des Jahres erstattet haben seine Kirchprobsts-Amtsrechnung; Zum Grund folgt anfänglich der Empfang: die Grundzinsen betreffen laut Urbar in Geld 48 x; das Gut Groß-Fornell(a) in Untermoj zinst jährlich: Weizen 1 Star = 1 fl 30 x; Roggen 4 Star à 1 fl 21 x = 5 fl 24 x; 25 Eisenkühe à 6 x = 2 fl 30 x; 22 Star Lichthafer à 20 x = 7 fl 20 x; Summa des Urbar-Empfangs 17 fl 32 x. An Kapital-Zinsen: bei den Kindern des Dominik Neuhauser für 316 fl 28 x – Zins: 12 fl 38 ½ x, bei Peter Mellauner, Wirt für 255 fl 32 x – Zins 10 fl 12 x; bei Joseph Pedevilla zu Unterweg für 153 fl Zins 6 fl; bei Anna Maria Alfreider und Joseph de Ponto (=Dapunt) für 100 fl – Zins 4 fl; bei Johann Baptista Mayr zu Oberkollatsch für 150 fl – Zins 6 fl; bei Johann Biock zu Mireid-Mirì 20 fl – Zins 48 x; bei Mathias Pider zu Plaä 289 fl 37 x – Zins 11 fl 33 ½ x, bei Jakob Piristi zu Alfreid und dessen Ehefrau 50 fl – Zins 2 fl; bei Joh. Batta Molling zu Wurz für 150 fl – Zins 6 fl bei Georg Mellauner zu Unterkastlung 50 fl – Zins 2 fl; bei Jos. Ritsch Weger 160 fl – Zins 6 fl 24 x; bei Michael Pedevilla 100 fl – Zins 4 fl; bei Alois Ellemunter zu Grones in Kampill 268 fl 25 x Zins 10 fl 43 x; bei Jakob Previsch zu Previsch ober Sorega 50 fl – Zins 2 fl; bei Georg Schanung zu Unterrungg 266 fl – Zins 10 fl 38 x; bei (Alois) Jo. Previsch, Pinter zu Previsch ober Sorega 119 fl – Zins 4 fl 45 ½ x; bei Jakob Mischì zu Mazukell in Kampill 50 fl – Zins 2 fl; bei Dominik Vantscher zu Oberrungg 50 fl – Zins 2 fl; bei Jakob Zulee, Unterweger in Weitental 640 fl Zins 25 fl 36 x; bei Joseph Kastlunger 100 fl – Zins 4 fl; bei Mathias de Kosta in Abtei 50 fl – Zins 2 fl bei Joh. Math. und Johann Bapta. Dejaco zu Freina 100 fl –Zins 4 fl; bei Maria Frenes zu Unterweg 129 fl 12 x; Zins 5 fl 9 ½ x; bei Mathias Craffonara zu Neuhaus 100 fl – Zins 4 fl; bei Joseph Kastlunger zu Stern 200 fl – Zins 8 fl; bei Martin Gasser zu Rungg 188 fl – Zins 7 fl 31 x; bei Jakob Frenes zu Turnaretsch 100 fl – Zins 4 fl; bei Mathias Turnaretscher zu Albusch 200 fl – Zins 8 fl bei Joh. Bapta Previsch ober Sorega 130 fl – Zins 5 fl 12 x; bei Jakob Peskoller Col de Tlames 50 fl – Zins 2 fl bei Joseph Tamers zu Previsch Pastor 100 fl – Zins 4 fl; bei Jakob Fontanella (jetzt Mathias Spessa) in Wengen 50 fl – Zins 2 fl; bei Anton Kastlunger zu Oberkastlung 52 fl – Zins 2 fl 4 ¾ x; bei Johann Devall zu Untermellaun 500 fl – Zins 20 fl; bei Peter Mellauner zu Obermellaun 243 fl 40 x – Zins 9 fl 43 x; bei Jakob Gasser zu Peskosta 336 fl – Zins 13 fl 26 x; bei Michael Selva zu Kollatsch 12 fl – Zins 28 ¾ x; bei Silvester Ritsch zu Plaä 20 fl – Zins 48 x; bei Peter Col de Tlames zu Korisell 200 fl – Zins 8 fl; bei Dominik Craffonara zu Neuhaus 50 fl – Zins 2 fl; bei Georg Sottrù 17 fl 47 x – Zins ... 41 x; bei Jakob Kastlunger Pitscheider 300 fl – Zins zu Jakobi 12 fl; bei Jos. de Wurz zu Tru in Enneberg 50 fl – Zins Kirchenraitung 2 fl; Markus Schanung zu Korisell – Zins zu Georgi 4 fl; 517 fl 47 x – Zi 20 fl 41 x; bei Anton Kastlunger, Gasser zu Weitental 200 fl – Zins 20. Juli 1797 erstmals 8 fl;
Summa der Kapitalien 6816 fl 41 x – Summa der Zins-Erträgnisse 272 fl 29 ½ x.
An Raitresten: bei Joseph Pider und Peter Schanung zu Pedevilla vom Jahre 1788 – 121 fl 26 x Zins 4 fl 50 x; bei Joh. Bapta Mayr zu Ober-Kollatsch vom Jahre 1789 – 65 fl – Zins 2 fl 36 x, bei Peter Mellauner, Wirt, verstorben Verlassenschaft (=Nachkommenschaft) von Jahre 1796 – 207 fl 25 x.
Summa der Raitreste 393 fl 51 x; Summe deren Zinsen 7 fl 26 x.
Extra – Empfang: an übrig gebliebenem Wachs bei dem 40 stündigen Gebet 3 fl; Opfer unter zweimal 39 x; Summa des Extra-Empfangs 3 fl 39 x; Summarum des ganzes und völligen Empfangs außer den Kapitalien...
Ausgaben: An bestimmten ordinari (ordentlichen A.) Titl. Herrn Pfarrer in Enneberg Besoldung 17 fl; Herrn Kuraten Besoldung in allem 149 fl 16 x; für Opfer- und Speise-Wein 5 fl, wohl dem Antlass (Fronleichnams-) Mahl 30 fl; zum Kirchtag 12 x; für die Armen-Seelen-Bruderscahft 50 fl; Herrn von Schuecheggerisch gestiftetes Almosen 1 fl; für das Heilige Öl 18 x; für 1 Direktorium 19 x; für den Kreuzgang nach Säben 1 fl 12 x; Mesners Besoldung 12 fl 18 x; der Schreiberei Schreibgeld nebst 30 x Zehrung – 7 fl 30 x: Kirchenprobsten Besoldung 5 fl. Hr. Kuraten für Kinderlehre – Waren 3 fl.
Raitungszehrung: Titl. Herrn Dekan und Pfarrer 45 x; Titl. Herrn Kuraten 45 x; Titl. Herrn Pfleger und Schreiberei 1 fl 30 x; alten und neuen Kirchprobsten 1 fl; Mesner 30 x; Herrn Pfarrers Bedienten und Pferd-Fütterung 45 x; dem Gerichtsdiener 12 x; Raitungs-Regalien: Titl. Herrn Dekan und Pfarrer 1 fl; Titl H. Kuraten 1 fl; Titl Herrn Pfleger 1 fl; Schreiberei 2 fl. Summa der ordentlichen und bestimmten Ausgaben: 218 fl 2 V.
An ordentlichen unbestimmten und Extra-Ausgaben; Beisitzer für einen 36 x; für Beichtzettel Antlass-Zehrung für Sänger und Himmelsträger, und Vesper-Wein für 2 Jahre also 1796 u. 97 für jährlich 1 Person à 24 x samt Mesner 48 x. Sängern Besoldung samt 2 fl von den Ämtern des Herrn Hebenstreit 45 x, von Herrn Joh. Dominik Kanetscheider samt 1 fl 30 Extra 4 fl 39 x; Herrn Kuraten Versehgänge für 90 à 6 x = 9 fl; für Hostien 4 fl 23 ¼ x; Herrn Niklaus Müller laut Konto 47 fl 41 x; Adels-Steuer für Andrä 1795 und Georgi 1796 – 32 ¾ x; freiwilliger Steuerbeitrag 4 fl 48 x; für 4 ¾ Pfd Wachs à 52 x = 4 fl 7 x; mehr 1 ¾ Pfd Wachs à 51 x = 1 fl 30 x; dazu 13 1/4 Pfd à 54 x = 12 fl 9 x; mehr 1 Pfd ½ Viertel Wachs 58 ½ x; Steuer für 2 mal 24 x; dem Strickenmacher 38 x, das 2. Mal 23 x; Herrn Kuraten Vesper-Wein und Antlass-Mahl für 1797 – 42 x Vesper-Wein für 2 Jahre (über was beim Antlass-Mahl einkommt von jährlich 35 x = 1 fl 10 x. dem Gerichtsdiener Extra 6 x. 26 fl 55 ½ x Summe der ordentlichen unbestimmten Extra Ausg. Summarum alles Ausgaben 320 fl 37 ½ x.
Wiederstellung: An Kapitalien; bei den Kindern des Dominik Neuhauser 316 fl 28 x; bei Peter Mellauner, Wirt in den ersten 9 Posten 129 fl 32 x; im 4. Posten und Übergabe vom 24. August 1763 100 fl und im 5. Posten 26 fl zusammen 255 fl 32 x; bei Anton Pedevilla zu Unterrungg 153 fl bei Anna Maria Alfreider und Jos. de Porta in Kampill laut Besitz-Vertrag vom Jahre 1792 unter den Erben des verstorbenen Christian Schanung, Steurer in Kampill und Schuldbrief vom 9. Mai 1688 – 100 fl; bei Joh. Bapta Mayr zu Oberkollatsch, zuvor die Eheleute des Valire Kollatsch und Schuldbrief vom 15. Juli 1708 im ersten Posten 50 fl, im 2. Posten 100 fl, zusammen 150 fl; bei Joh. Biok zu Mireid, zuvor Christian Mireider, seine Erben laut Schuldbrief vom 26. April 1715 20 fl bei Math. Pider zu Plaä, laut Schuldbrief vom 16. Juli 1758, im ersten Posten 81 fl 37 x, im 2. auf Übergeben des Peter Pider laut Übergabe vom 22. Juli 1774 – 100 fl und im 3. Posten laut Übergabe und Schuldbekenntnis vom 18. Juni 1780 – 108 fl zusammen 289 fl 37 x; bei Jakob Piristi und dessen Ehefrau zu Alfarei, zuvor Bartlmä Craffonara im Gefolge des Jos. Selva auf Übergabe Math. Frenner laut Übergabe vom 25. Juli 1737 – 50 fl. Bei Joh. Bapta Moling zu Wurz in Fußstapfen (=Gefolge) seines Vaters Martin Moling auf Übergeben Herrn Johann Perlat laut Übergabe vom 20. Juni 1765 – 150 fl; bei Georg Mellauner zu Unterkastlung als Übernehmer seines Vaters Johann Kastlunger infolge Steckbrief mit Datum Brixen legierte 50 fl. Bei Jos. Kastlunger in Fußstapfen des Jakob Gasser zu Pitscheid auf Übergeben der genannten Gassers vom April 1779 – 100 fl; im 2. Posten am 5. Juni 1782 ausgeliehene 41 fl und im 3. Posten Rechnungsrest vom April 1779 – 19 fl zusammen 160 fl; Bei Michael Pedevilla im 1. Posten 40 fl, im 2. Posten laut Schuldbrief vom 12. Mai 1712 in Fußstapfen des Benedikt Rungger 50 fl, im 3. Posten 10 fl zusammen 100 fl; Bei Alois Ellemunter zu Grones in Kampill, zuvor dessen Vater Math. als Besitz vom 19. April 1790: vorher Ant. Palmesoner laut Schuldbrief vom 26. April 1715 im 1. Posten 160 fl und im 2. Posten in Fußstapfen des Simon Dejako laut Schuldbekenntnis vom 13. Oktober 1764 – 108 fl zusammen 268 fl 25 x. Bei Jakob Previsch zu Previsch ober Sorega in Fußstapfen seines Vaters Joh. Previsch laut Schuldbrief v. 2. Mai 1715 – Haupts. 50 fl; Bei Georg Schanung zu Unterrungg und dessen Ehefrau laut Übergabe vom 13. Juli 1760 im 1. Posten 100 fl, im 2. Posten auf Übergeben Georg Kastlunger 91 fl und im 3. Posten laut Übergabe vom 30. Juni 1772 – 75 fl zusammen 266 fl. Bei Jos. Previsch Pinter zu Previsch wegen Vorigem laut Besitz v. 1. März 1786 – 119 fl.
Bei Jakob Mischì zu Mazukell in Kampill laut Inventur und Vermögens-Ergänzung v. 28. Mai 1781 50 fl. Bei Jakob Zulee – Unterweger in Weitental laut Kauf vom Jahre 1785 von Sonnenburgerischer Gerichtsobrigkeit im 1. Posten 100 fl, im 2. Posten 25 fl, im 3. Posten 50 fl, im 4.Posten 15 fl, im 5. Posten jenes Legat von Peter Zulee (= Zulle) vom Jahre 1762, zuvor bei Christian Zulle 50 fl, im 6. Posten laut Übergabe und Schuldbekenntnis datiert Sonnenburg 31. Juli 1785 -200 fl und im 7.Posten laut Schuldbrief mit obigem Datum 200 fl zusammen 640 fl; Bei Dominik Vantscher zu Ober-Rungg 50 fl; Bei Joseph Kastlunger laut Schuldbrief vom 17. Juli 1743 – 100 fl; Bei Mathias de Kosta in Abtei 50 fl; Bei Joh. Math. und Joh. Bapta Dejako zu Frena laut Besitz vom 4. Februar 1786 ursprünglich laut Schuldbrief vom 19. Juli 1750 auf Peter. Paul Dejako, nachher dessen Söhne Sebastian und Joh. Math. im 1. Posten 50 fl, dann laut Übergabe vom 2. Nov. 1797 auf Übergeben Joseph Frenner – Gasser im 2. Posten 50 fl zusammen 100 fl. Bei Maria Frenes zu Unterweg laut Besitz-Vertrag und Abhandlung vom 8. Jänner 1793 im 1. Posten 50 fl, im 2. Rechnungsrest vom Apr. 1752 – 79 fl 12 x zusammen 129 fl 12 x. Bei Dominik Craffonara zu Neuhaus, zuvor dessen Vater Paul Craffonara laut Schuldbrief vom 18. Juli 1744 – 100 fl.
Bei Jos. Kastlunger zu Riu in Fußstapfen seiner Mutter Maria Biok auf Übergeben Peters Kastlunger laut Übergabe vom 18. Juli 1764 im 1. Posten 150 fl dann laut Übergabe vom 13. Aug. 1769 auf Übergeben Jos. Ritsch 50 fl zusammen 200 fl; Bei Martin Gasser zu Rungg in Fußstapfen seines Vaters Joh. Gasser laut Besitz – Vertrag vom 4. Mai 1792, ursprünglich laut Übergabe vom 19. Juli 1767 auf Übergeben Jos. Schanung und Anna Maria Kastlunger 188 fl. Bei Jakob Frenes zu Turnaretscha in Fußstapfen seines Vaters Jakob Frenes jene dem Peter Tschaffert erlegten 50 fl und die von Anton de Pupp im Jahre 1771 gezahlten 50 fl – zusammen 100 fl. Bei Mathias Turnaretscher zu Albusch in Fußstapfen der Maria Schutz (?) laut Schuldbrief vom 4. Juli 1772 – 150 fl, im 2. Posten 30 fl und im 3. Posten am 6. Juni 1776 hat Peter Mellauner als Substituierter der Maria Schutz geliehen 20 fl – zusammen 200 fl. Bei Joh. Bapta Previsch zu Previsch oben Sorega laut Vermögens-Beschreibung und Ergänzung von 3. Februar 1793 auf Ableben seines Vaters Joh. Math. Previsch auf Übergaben des Anton Burkia vom 17. Juli 1772 130 fl. Bei Jakob Peskoller Kaldeklameser auf Übergeben Joh. Math. Peskoller zu Rost in Enneberg laut Übergeben vom 14. März 1790 – 50 fl; Bei Jos. Tamers zu Pervisch Pester in Fußstapfen seines Vaters Dominik Tamers auf Übergaben Joh. Dom. Planatscher Sorega laut Übergabe und Einbekenntnis vom 10. Juni 1726 – 100 fl. Bei Jakob Fontanella in Wengen jene von Andrea Bacher legierten und im Fontanella am 28. Juni 1777 geliehen worden 50 fl; Bei Anton Kastlunger zu Oberkastlung die von Maria Mellauner samt 2 fl für den Stättbrief legierten 52 fl. – Bei Joh. Devall zu Untermellaun in Fußstapfen des Georg Kastlunger, Mesner 500 fl. Davon sind 2 Übergaben, eine mit Datum Sonnenburg 25. Jänner 1788 über 339 fl 14 ½ x, eine mit Datum Schloss Thurn 24. September 1781 über 55 fl und steht noch der Schuldbrief von 109 fl 45 ½ x aus. Bei Peter Mellauner zu Obermellaun im 1. Posten 150 fl, im 2. Rechnungsrest vom Jahre 1758 – 93 fl 40 x zusammen 243 fl 40 x. Bei Jakob Gasser zu Peskosta im 1. Posten 316 fl, im 2. Posten 20 fl, zusammen 336 fl; Bei Michael Selva zu Kollatsch, vorher Anton Craffonara auf Übergeben Herrn And. Benedikt von Hebenstreit 12 fl; bei Silvester Ritsch zu Plaä in Fußstapfen seines Vaters Stephan Ritsch – Legat 20 fl; bei Peter Koldeklameser zu Korisell hat Gericht Sonnenburg seit 1787 zur Kirchenrechnung geliehen 200 fl;- Bei Dominik Craffonara zu Neuhaus das Anna Maria Kirchlerische Legat 50 fl; Bei Georg Sottrú Rechnungsrest vom Jahre 1770, worum am 16. Juni an löbl. geistlicher und weltlicher Vorstehung die Löbst geschehen 17 fl 47 x. Bei Jakob Kastlunger Pitscheider in Weitental laut Schuldbrief mit Datum Schloss Thurn 21. Mai 1793 – 300 fl; Bei Jos. de Wurz zu Jene, in Enneberg, 50 fl.
Bei Markus Schanung zu Korisell laut Übergabe mit Datum Sonnenburg 24. Juli 1794 – 100 fl; Bei Anton Kastlunger – (Gosser) Gasser in Weitental laut Schuldbrief vom 19. Mai 1786 – 200 fl.
Summa der Wiederstellung an Kapitalien 6816 fl 41 x. An Raitresten – Rechnungsresten; Bei Jos. Pider und Peter Schanung zu Pedevilla vom Jahre 1788 – 121 fl 26 x. – Bei Joh. Bapt. Mayr zu Kollatsch vom Jahre 1789 – 65 fl; den Raitrest des Peter Mellauner hat Spittleger in der ganz ... Summe der Wiederstellung an Raitresten 186 fl 26 x. Ausgaben und Wiederstellung zusammen außer den Kapitalien 507 fl 3 ½ x. Dagegen betrifft der Empfang 694 fl 57 ½ x.
In Ziehung des Restes erhellt sich, dass Rechnungsleger an Rest behängt mit 187 fl 54 x.
Geschehen St. Martin den 24. Juli 1797; von S.er Hochwürden und Gnaden Herrn Alois Ant. Trebo Dekan und Pfarrer, Herrn Kuraten Christoph Jori und Herrn Franz Jos. v. Piristi.
Zugegen Kaplan Hueber. Nachdem vorstehende Rechnung heute durchgegangen, geraitet und der Rest gezogen hierüber nichts Bedenkliches erfunden, so ist Raitleger Pater Mellauner mit Vorbehalt des Restes entlassen und hierfür die Inhaber zu Wurz also Jakob Ritsch und Joh. Bapta Moling, auch Jos. Kastlunger zu Rost in die Pflicht gezogen worden, somit die Rechnung mit Vorbehalt des Raitwandels für adjustiert und angenommen worden.
Geschehen in Nassereith den 28. März des Jahres 1793: vor dem wohledelgeborenen gestrengen und hochgelehrten Herrn Joseph Anton Elner J.nt. Liz. auch ... und Landrichter der Herrschaft Imst; Zugegen der vornehme Joseph Mesner, Gerichtsverpflichter zu Nassereith.
Nachdem am 12. vorigen Monats der Wohlerwürdige Herr Martin Winkler S.S. Theologie-Doktor und zuletzt gewesener Kurat in Nassereith, Gericht Imst das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, wurden dessen vorhandenen Geschwister und deren Kinder durch ordentliche Requisitionschreiben zu Anhörung des vom Verstorbenen errichteten Instrument (= Dokuments) und zur Beiwohnung sowohl bei der Inventur als der gänzlichen Verhandlung des Vermögens nach Nassereith zu erscheinen einberufen.
Da nun sämtliche Erben teils in proprio-persönlich und teils in gewalthablicher Vertretung auf den 5. d. M. beigekommen sind, so wurde vorläufig das vom Verstorbenen errichtete Instrument demselben wörtlich vorgelesen, das folgendermassen lautet: Testament oder der letzte Wille: Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit bitte ich Endesgefertigter nach meinem Absterben folgendes zu beobachten und genau zu vollziehen. Ich verlange, dass mein Körper mit einer schlechten ... und blauem oder schlechtem Messgewand angetan im geweihten Erdreich, nicht in der Kirche, sondern im Friedhof nächst an der Kirchenmauer begraben werde unter Abhaltung der gewöhnlichen Gottesdienste, Bestattung, sieben und dreißigst, jeder Gottesdienst mit Seel und Lobamt (?). Für das Messgewand sollen dem Gotteshaus, wovon es genommen worden ist, bezahlt werden 30 fl.
Zu einem ewigen Jahrtag mit Seele- und Lobamt in der Pfarrkirche in Enneberg (wo ich die heilige Taufe empfangen habe) verordne ich 200 fl; Es solle dieser Jahrtag alle Jahre im Monat Jänner gehalten, vorher von der Kanzel verkündet werden und dabei gebetet werden; für mich, für meinen Vater Dominik Winkler und für meine Mutter Anna Maria Degillia.
Für 100 heilige Messen in dem Ort, wo ich zuletzt die Seelsorge geübt, verordne ich mit dem, dass jede vorher verkündet werde: 50 fl. Für 125 heilige Messen, die anderswo geschwind gefeiert werden, sollen je à 24 x = 50 fl. Den Hausarmen des Orts, wo ich zuletzt die Seelsorge werde geübt haben, sollen ausgeteilt werden 100 fl; teils in Geld und teils in Brot, auch teils in Salz. Der löblichen Kuratie-Kirche bei St. Jakob zu Straß im Unterinntal vermache ich 25 fl; Wie auch dem löblichen Gotteshaus der heiligen Drei-Könige in Nassereith 25 fl. Einem jeden von meinen Dienstboten solle gegeben werden der ganze Jahreslohn, und zwar doppelt. Der Maria Sperl, wenn sie noch bei meinem Absterben in meinen Diensten sein wird solle ein ganz aufgerichtetes Bett, das ist Unter- und Oberbett nebst einem Paar Leilachen (= Leintücher) auch Polster und Kissen, jedes mit ... Oberziehen (=Überzügen) gegeben werden, und zwar eines unter den besten. Der Jungfrau Regina Sperl, meiner Base und Hauswirtschafterin gehört das lederne Bett mit der blauen kotonene (?) Zieche. Von Meinigem vermache ich ihr nebst ganzem doppeltem Jahreslohn, wie oben gemeldet, was folgt:
1. Alle bei meinem Tode noch vorhandenen Vikturalien nebst allem Wein und Brennholz.
2. Auch 3 Paar von besten Bettverlachen, 6 der besten Handtücher, ein Dutzend Servietten nebst 4 Tischtüchern.
3. Alles Ziun, Überbettstätte und sieben (?) Stohsäcke, auch 4 Kessel, die sie nach ihrem Belieben erwählen kann.
4. Endlich vom Kirchengeschirr und Wäsche, so viel als sie für sich allein nötig hat.
Geerbt habe ich bisher nicht mehr als 268 Gulden: nämlich von meinem Vater 100 und von meiner Mutter 168 Gulden. Wenn ich etwa in diesem Testament die tirolischen Landesrechte überschritten hätte, so solle von dem der Jungfrau Regina Sperl vermachten Mobilien soviel abgenommen und zur Masse gezogen als erfordert wird, dass meinen rechtmäßigen Erben zwei Drittel von meinem Ererbten und das Halbe von meinem Erhausten zukommen möge und folglich in allem übrigen mein Instrument seine Gültigkeit und Feste (?) haben könne. Dass dies mein Wille sein, bezeuge ich mit eigener Handschrift und ...
Den 20. Jänner 1791 – Martin Winkler, Kurat zu Nassereith.
Die erschienenen Verwandten und Erben wussten dieser letzten Disposition keine begründeten Einwendungen entgegenzustellen, sondern ließen solche in ihren Kräften und Würden beruhen.
Deswegen wurde Herr Joseph Anton Terzinger, Platzwirt allda für sämtliche Legatarien als Vertreter bestellt, mithin als Exekutor des Instruments (Vollstrecker des I.) in die Pflicht genommen und somit in dessen und obiger Erben Gegenwart mit Inventierung (= Inventarisierung) der Mobilien und Auszahlung der Barschaft sogleich vorgeschritten, welche man dann gestern abend zu Ende gekommen, wo sodann der wirklichen Verhandlung, Vermögensergänzung und Abteilung nichts mehr im Wege steht.
Daher wird zwischen den Erben, also dem Bruder Balthassar Winkler zu Plaich = Plaiken im Gericht Enneberg, welcher für sich selbst handelt auf erst (= für erste), dann dem Bruder Michael Winkler daselbst, der aber nicht selbst zugegen, sondern von seinem Schwager Jakob Raitleitner in der Pfarre Enneberg als schriftlich bestellter Gewalthaber vertreten wird, auf zweite, weiters den brüderlich Anton Winklerischen drei Kindern, also Franz, Anna und Maria Winkler von Mühlbach, welche von dem Johann Scheiber, Weißgerbermeister daselbst als von daselbstiger löblicher Obrigkeit verpflichteten Vormund besorgt worden auf dritte, ferner der Schwester Katharina Winkler, ledigen Staudes zu Plaiken in Enneberg auf vierte, und der Schwester Maria Winkler, obigen Jakobs Raitleitner Ehefrau, welche diese beiden vom genannten Jakob Raitleitner besorgt werden auf fünfte und letzten Haupte, auch Erbstollen und im weiteren Beisein des gemeldeten Herrn Joseph Anton Terzinger und der Legatoria Regina Sperl nach bester Form Landrechten zu Protokoll gebracht diese Vermögensergänzung und Teilung: Zum Grunde solcher hieher beschrieben wird das vorhandene Vermögen. Barschaft: Diesfalls ist gemäß Sortenliste vorhanden, über Abzug jener 50 Gulden, die an verschaffenen heil. Messen davor genommen, und den P. P. Franziskanern in Britti (?) ausgehändigt worden, noch 1492 fl 8 ½ x.
Fahrnissen (= bewegliche Güter): An Leibgewand 93 fl 52 x; An Silber 59 fl 24 x; An Tischzeug 37 fl 32 x; An Bettzeug 91 fl 51 x. An Haus, Leinwand ungemachten Tisch und Bettzeug: 93 fl 51 ½ x. An Viktualien und Getreide 104 fl 42 x; An Küchengeschirr 27 fl 32 x; An Ziun 81 fl 45 ½ x. An Büchern, die dem geistlichen Herrn Supernumerar Anton Mair von den Erben verkauft worden 30 fl; An den gemeinen Hausfahrnissen 87 fl 6 x. Schulden herein: bei Mathias Lanz zu Eliskases in Enneberg laut obrigkeitlichem Schuldbrief vom 26. Juni 1778 – 500 fl: Zinszeit 24. Juni 1792 bis 12. Februar 1793 von 7 Monaten und 3 Wochen zu 3 ½ x = 11 fl 17 x; Bei Johann Alois zu Rovara in Enneberg laut obrigkeitlichem Schuldbrief vom 2. Juli 1780 – 400 fl – Zinsen wie oben 9 fl 2 ½ x. Bei Peter Rovara zu Tal in Enneberg laut gerichtichem Schuldbrief vom 13. Juli 1783 – 400 fl – Zins wie o. 9 fl 2 ½ x.
Das Datum der Kuratie – Einkünfte erträgt für das Jahr 1793 zu des Hr. Verstorbenen Gebühr laut formierter Berechnung für 1 Viertel Jahr 104 fl 21 x; und Restanten 26 fl 57 ½ x.
Summe des Vermögens 3600 Gulden, 23 ¾ Kreuzer.
Abzüge: An eingenommenen Messgeldern, die noch nicht gelesen worden, gemäß dem vom Herrn Provisor gemachten Auszug 204 fl. Dem dermaligen Herrn Provisor Rupert Mall an Wachengeld mit Einschluß einer wöchentlichen Vakantmesse für 6 Wochen à 1 fl 30 x = 9 fl. Desgleichen dem Herrn Supernumerar Anton Mair für 6 Wochen 9 fl. Der Jungfer Häuserin Regina Sperl laut Obligation vom 23. Juni 1783 über 75 Gulden erhaltene Bezahlung, 25 Gulden. Dann ein Dupplo gemäß dem Vermächtnis 24 Gulden, zusammen 62 Gulden 45 Kreuzer. Hievon kommen abzuziehen: wegen empfangenen (?) Kleidungsstücken und barem Geld 12 Gulden 28 Kreuzer. Verbleibt also noch als Abzug zu bringen 50 fl 17 x. Weiter derselben an legierten Fahrnissen, wie sie in der Inventur angeschlagen 192 fl 3 ½ x. Der Dienstmagd Maria Sperl Bislohnausstand vom Jahre 1792 4 Gulden, und gemäß dem Testament 20 Gulden macht 24 fl. Aber dieser das verschaffene Bett 10 fl. Der zweiten Dienstmagd Maria Winkler auch laut Testament 20 fl. Der Herrn Martin Anton v. Werzischen Verlassenschaft Todessteuer Ausstand 3 fl 21 x. Dem Martin Scheuring, Sternwirt vom Herrn Doktor Fuhrlohn gemäß Konto 9 fl 36 x; Dem Apotheker Herrn Anton Hohner zu Imst laut Konto 12 fl 33 x; Dem Chirurg Alois Dietrich zu Nassereith laut Konto 16 fl 11 x. Dem Herrn Pfarrer zu Imst und den beigekommenen Geistlichen an Funeralien 24 fl; Dem Mesner zu Tormitz an dergleichen 4 fl 44 x; Dem Mesner zu Nassereith diesfalls 3 fl 47 x. Dem Organist Sebastian Zoller 2 fl 30 x; Dem geistlichen Herrn Franz v. Sterzinger für Todfall und gelesene heil. Messen 5 fl 30 x. Dem Leopold Resch-Kramer 6 fl 24 x; Dem Johann Wilhalm Tischler für die Totentruhe 2 fl; Dem Paul Rup für getanes Auswarten von sieben Tagen u. Nächten 1 fl; Dem Joseph Kalbesoner 1 fl 40 x. An Legaten gemäß dem voreingetragenen Testament also: Der heil. Drei-Königs-Kirche zu Nassereith für das dem Hochw. Verstorbenen ins Grab mitgegebene Messgewand 30 fl; Der Pfarrkirche in Enneberg zu einem ewigen Jahrtag 200 fl. Für 100 heil. Messen, die in Nassereith zu lesen sind 50 fl. Die 125 anderwärts zu lesenden heil. Messen sind bereits, wie vorhin angemerkt, bezahlt worden. Dem Hausarmen zu Nassereith über Abzug des bei dem 30. bereits schon ausgeteilten Brotes von 18 Gulden, welches teils in Geld teils in Salz auszuteilen kommt noch 82 fl; Der Kuratie Kirche bei St. Leonhard Jakob zu Straß Schenkung 25 fl; Die gleiche Schenkung der heil. Drei-Königs-Kirche zu Nassereith 25 fl. Dem Herrn Joseph Anton Sterzinger, Platzwirt, an Zehrung und Pferdlöhner für die zum Begräbnis und Gottesdiensten beigekommenen fremden Geistlichen, der Obrigkeit bei der Abhandlung, auch einiger Erben mit Einschluss der Leichenträger und was im Widum geholt worden, 90 fl 11 x. Zu Abrichtung der Gerichtskosten, des künftigen Jahrtages dann eines für den Herrn Verstorbenen zu errichtenden Grabsteines, auch andere etwa vorkommende Postlen wird auf Berechnung des hiemit aufstellenden Gemeinschaftsführers Herrn Joseph Anton Sterzinger gewidmet 156 fl 36 ¼ x. Summe der Abzüge u. Schulden hinaus: 1270 fl 23 ¾ x. Hierüber verbleibt noch Vermögen spreche aus 2330 fl. Woraus es einen Hauptstollen (-Erben) zur fünften Portion sage 466 fl. Assignation: Erstens wird dem aufgestellten Exekutor Instrumenti = des Testaments und Gemeinschaftsführer Herrn Joseph Anton Sterzinger zu bezahlen übertragen: Die ausständigen heil. Messen mit 204 fl, dem Herrn Provisor 9 fl dem Herrn Supernumerar 9 fl; der Dienstmagd Maria Sperl 24 fl; der Dienstmagd Maria Winkler 20 fl; der Herrn Martin Anton v. Merzischen Verlassenschaft 3 fl 21 x, dem Martin Scheuring 9 fl 36 x, dem Apotheker Holer 12 fl 33 x; dem Chirurg Dietrich 16 fl 11 x. Dem Herrn Pfarrer zu Imst 24 fl; dem Mesner zu Tormenz (?) 4 fl 44 x; dem Mesner zu Nassereith 3 fl 47 x; dem Organist Goller 2 fl 30 x; dem geistlichen Herrn Franz v. Sterzinger 5 fl 30 x, dem Leopold Rasch 6 fl 24 x; dem Johann Wilhalm Tischler 2 fl; dem Paul Ruep 1 fl; dem Joseph Falbesoner 1 fl 40 fl; der heil. Drei-Königs-Kirche in Nassereith 55 fl; die verschaffenen heil. Messen 50 fl; den Hausarmen Geld und Salz 82 fl; der Kuratie-Kirche zu Straß 25 fl; auf selbst laut Konto 90 fl 11 x; und das ausgestellte Geld mit 156 fl 34 ¼ x. Zusammen die Übertragung das ist 818 fl 3 ¼ x; Zu Tilgung dieser Übertragung wird demselben einzulangen angewiesen: die Rate aus den Kuratie-Einkünften mit 104 fl 21 x; die Restanten mit 26 fl 57 ½ x; und aus der vorhandenen Barschaft 686 fl 44 ¾ x, macht obige 818 fl 3 ¾ x; Zweitens gebührt der Legatoria Regina Sperl: An legierten Fahrnissen 192 fl 3 ½ x; An Bislohn 50 fl 17 x; Zusammen dico 242 fl 20 ½ x; Zu solcher Tilgung wird ihr überlassen gemäß der mit den Erben getroffenen Übereinkunft: Sämtliche Fahrnisse über Abzug des Tuches und des meisten Bettgewandes mit 507 fl 11 ½ x. Ergibt sich also, dass sie den Erben noch heraus schuldig verbleibe sage 264 fl 51 x, welche sie den 4 Ennebergischen Erben zu bezahlen hat.
Drittens, viertens, fünftes und sechstens die 4 im Gerichte Enneberg befindlichen Hauptstollen also den Balthassar Winkler, Michael Winkler, Katharina und Maria Winkler betreffend. Diese begehren ihre brüderliche Erbschaft, jedes 466 fl, mithin zusammen 1864 fl. Dazu wird ihnen zu bezahlen übertragen: Der Pfarrkirche zu Enneberg der gestiftete Jahrtag mit 200 fl. Beträgt deren Erbforderung mit Übertragung das ist 2064 fl. Zur Habhaft...ordnung (?) ihres Begehrens wird ihnen in alten Rechten einzulangen übergeben; Vier Fünftel aus dem vorhandenen Tuch und Bett mit 104 fl 20 x.
Bei der Jungfer Häuserin Regina Sperl 264 fl 51 x; Bei Mathias Lanz zu Eliskases Kapital u. Zins 511 fl 17 x; Bei Johann Obwegs zu Rovara 409 fl 2 ½ x; Bei Peter Rovara zu Thal 409 fl 2 ½ x und aus der vorhandenen Barschaft 365 fl 27 x; Macht ihre Forderung gleich das ist 2064 fl. Endlich siebtens und letztens begehren die brüderlich Anton Winklerischen 3 Kinder zu Mühlbach Herr vetterliches Erbe 466 fl; Erhalten aus dem vorhandenen Tuch- und Bettgewand den fünften Teil mit 26 fl 5 x; und aus der Barschaft 439 fl 55 x. Betrifft ihre Forderung gleich mit rage 466 fl; Die Legataria Maria Sperl hat ihr legiertes Bett nämlich das des Herrn Supernumerar Mayr, das mit 10 Gulden angeschlagen in „natura“ zu erheben. Womit also die Erben und übrigen Teilen für ihre allseitigen Ansprüche befriedigt und ausgewiesen sind. Übrigens wird allda angemerkt, dass sich, weil die 4 Ennebergischen Stollen sämtliche Schulden herein übernommen, alle 5 Stollen unter Verpfändung ihrer ganzen und völligen Vermögenheit, im Besonderen der erhaltenen Erbsanweisung Pro und Contra gemeiert (?) auf 3 nacheinander folgende Jahre vom heutigen Datum an gerechnet, dergestalten die Gewährschaft versprochen und zugesichert haben, dass, falls in diesen 3 Jahren ein oder das andere Kapital entweder ganz oder zum Teil oder auch die Zinsen in Verlust verfallen sollten, diesen Verlust jeder Stollen mit dem betreffenden fünften Teil zu verbüßen und zu ersetzen schuldig sein solle; nach Verlauf der 3 Jahre aber, wann keiner zu einem diesfälligen Ersatz mehr verbunden, sondern hätte den Verlust derjenige allein zu verbüßen, dem das verloren gegangene Kapital und Zinsen angewiesen werden. Weiter wird allda nachgetragen, dass die Jungfer Häuserin Regina Sperl den Ennebergischen Erben wegen übernommenen Fahrnissen schuldig werden 264 Gulden 51 Kreuzer, dann wegen Aufschlag 5 Gulden. Wegen weiters übernommenen ein Stückchen Köllisch 7 Gulden 44 Kreuzer. Und wegen des heute bar erhaltenen Geldes 24 Gulden 20 x, zusammen 301 Gulden 55 x. Zu Tilgung dieser Schuld will sie Jungfer Sperl und ihr Herr Vetter Anton Mair, Supernumerar allda, ihren Ennebergischen 4 Stollen jene 296 Gulden Kapital samt den bereits davon verfallenen Zinsen mit 5 Gulden 55 Kreuzer, zusammen also eben 301 Gulden 55 x, die sie in Fußstapfen (als Erbfolge) der Maria Degillia bei Dominik oder vielmehr dem Silvester Kaneider zu Garsung in Enneberg anliegend habe, in alten Fürpfandsrechten abtreten und übergeben. Welche diese Abtretung sie Ennebergische 4 Stollen auch übernommen, mithin sie die Jungfer Sperl um obige Schuld von 301 Gulden 55 Kreuzer auf weltewig quittieren und lossprechen. Zu dessen Bekräftigung hat sich der Herr Supernumerar eigenhändig allda unterschrieben, die übrigen Teilen aber der Obrigkeit das Anloben erstattet. Anton Mai-Supernumerar. Alles in Erholung der alten Rechte ohne Steuerung. Nach dem Ablesen ist es dabei verblieben und pro Konfirmation = zur Bekräftigung alles vorigen von dem im Eingang bestimmten Erben und Herrn Alois Schwemmer als Gewalthaber des Vertreters der Anton Winklerischen 3 Kinder Anton Scheiber, als welcher vor Ausgang dieser Handlung Geschäfte halber sich nach Innsbruck begeben musste, an löbl. Obrigkeit das Anloben praxiert worden.
Ohne Gefährde: Zur Urkunde haben demnach eingeführter Herr Landrichter Titl. Joseph Anton Ebner sein angeborenes Insiegel (doch sonst ohne Schaden) hierher gestellt und somit diese Handlung gefertigt. Zeugen wie oben.
Nachtrag 1 Blatt; Erbsverhandlung des Hochwürdigen Herrn Martin Winkler, gewesener Kurat zu Nassereith, Gericht Imst, so auf dessen Sterben instehend vorgegangen.
Gerarchia: A-1056/013
Documënc desvalis che reverda i cunc de dlijia.
Stiftung des Andreas Sottsass zu Piristi
Des Hochwürdigsten Fürsten und Herrn, Herrn Karl Franz Bischofs und des H.R. Reiches Fürsten zu Brixen – Wir Präsident und Konsistorialräte urkunden hiemit und geben jedermann folgendes zu vernehmen: Der Ehrwürdige, Edle und Hochgelehrte, unser besonders lieber Freund und Herr Anton Trebo, unser Mitrat, auch Dekan und Pfarrer in Enneberg hat Uns gehorsamst vorgetragen, dass der Andreas Sottsass zu Peristi auf Welschellen dem Kuratie-Gotteshaus in Welschellen eine Hauptsache (=Kapital) von 100 fl, rage hundert Gulden, den Gulden zu 60 x rheinisch gerechnet, gegen die Verbindlichkeit vermacht, dass jährlich auf weltewige Zeiten am Tage seines Hinscheidens, also am 10. März eine gesungene Messe mit Besuchung des Grabes mit Libera und De Profundis (Psalm) gehalten werden solle. Dafür soll aus den Kirchenmitteln des erwähnten Kuratie-Gotteshauses, welchem oben genannte Hauptsache bereits einverleibt worden, jährlich entrichtet werden: Einem jeweiligen Kuraten 1 fl 12 x, dem Mesner 12 x. Der Überrest von den Zinsen hat dem mehrgemeldeten Kuratie-Gotteshaus für ewige Versicherung des Stiftskapitals und Einhaltung dieser Stiftung, Dargebung des Lichtes und der Kirchenkleider zu verbleiben. Da nun vorstehende Stiftung nach ihrem vollen Inhalte von geistlicher und weltlicher Kirchenvorstehung angenommen und an Uns das gehorsamste Anlangen gemacht worden, diese erst angeführte Stiftung von Ordinariatswegen Hochgnädig genehm zu halten und zu bestätigen; wir auch nachreiflicher Überlegung derselben und so weniger, ein Bedenken, daran tragen, als sie zu vörderst zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen gereicht, so genehmigen und bestätigen wir diese Stiftung nach ihrem ganzen Inhalte in Kraft dieses Briefes aus der uns zustehenden Ordinariats-Gewalt nach bester Form geistlicher Rechte und nach dem löblichen Gebrauche des Bistums Brixen.
Daher wir allen denen, welchen die Vollziehung, Einsicht und Erhaltung dieser Stiftung obliegt, unter Bedrohung der Kirchenbußen und anderer angemessenen Strafen zur Pflicht machen, dass sie oft erwähnte Stiftung auf ewige Weltzeiten fleißig erhalten und dagegen weder selbst handeln noch andere dies gestalten sollen. Zu dessen Urkunde ist nebst der gewöhnlichen Fertigung das größere Konsistorialinsiegel beigedrückt worden. So geschehen im Konsistorium zu Brixen den 29. Nov. 1798
Konrad v. Buol – Präsident – Martin Hölzl Prosekretär.
Geschehen in Sankt Martin, den 18. Juli 1799 – Vor Seiner Hochwürden Herrn Dekan und Pfarrer in Enneberg Anton Alois Trebo, Herrn Kuraten Christoph Jori und Herrn Pfleger Franz Joseph ... Piristi. Zugegen der ehrsame Sebastian Ferdigg.
Kirchenrechnung, die der ehrsame Jakob Ritsch zu Wurz als Substituierter des Johann Gasser Bacher dem löblichen St. Peter und Paul Gotteshaus zu Welschellen um den 1798. Jahres-Nutzen erstattet hat.
Empfang: die Grundzinsen betreffen 48 x; Das Gut-Fornel gibt Weizen 1 Star = 1 fl 30 x; 4 Star Roggen à 1 fl 21 x = 5 fl 24 x; 25 Eisenkühe à 6 x = 2 fl 30 x; 22 Star Lichthafer à 20 x = 7 fl 20 x; Su = 17 fl 32 x; Die Kapital-Zinsen betreffen 283 fl 55 ½ x. Laut vor einjähriger Rechnung ist hiesiger Rechnungsleger an Rest schuldig verblieben 187 fl 17 x. Titl Herr Pfarrer hat vor einem Jahr daigem Gotteshaus geschenkt 2 fl 24 x; und Titl Herr Pfleger 1 fl 12 x. An Opfer ist eingegangen 54 x; zus. 475 fl 42 ½ x. Summa des Empfangs 493 fl 14 ½ x.
Ausgaben: Titl. Herrn Pfarrers in Enneberg Besoldung 17 fl; des Herrn Kuraten Besoldung in allem samt Andrea Untersteinerischem Jahrtag 150 fl 28 x; für Opfer und Speisewein 5 fl; wohl dem Antlass (Fronleichnam) Mahl 30 x; zum Kirchtag 12 x; für die Armen-Seelen-Bruderschaft 5 fl; Herrn von Schucheggerisch gestiftetes Almosen 1 fl; für das Heilige Öl 18 x; für 1 Direktorium 19 x für den Kreuzgang nach Säben 1 fl 12 x; Mesners Besoldung 12 fl 30 x; Der Schreiberei Schreibgeld 7 fl 30 x; des Kirchprobsten (=Verwalters) Besoldung 5 fl; Herrn Kuraten für Kinderlehre – Waren 3 fl.
Rechnungszehrung: Titl Herrn Dekan und Pfarrer 45 x; Herrn Kuraten 45 x; Herrn Pfleger 45 x; Schreiberei 45 x; für alten und neuen Kirchprobst 1 fl; Mesner 30 x; für Herrn Pfarrers Bedienten und Pferd-Fütterung 45 x; Gerichtsdiener 12 x; Rechnungs-Regalien; Titl Herrn Dekan u. Pfarrer 1 fl; Herrn Kuraten 1 fl; Herrn Pfleger und Schreiberei 3 fl; Beisitzer 36 x; für Beichtzettel 42 x. Antlass-Zehrung 5 fl 30 x; Geiger-Besoldung 4 fl 39 x; Vesper-Wein 48 x; Herrn Kuraten Verseh-Geld 3 fl 36 x; für Hostien 1 fl 48 ¾ x; Herrn Johann Anton Puel 46 fl 38 x; Adels-Steuer zu Georgi 1798 – 32 ¾ x; für 1 Weihbrunn-Zuber 40 x; für 5 ½ Pfund Wachs à 54 x = 4 fl 57 x; dem Strickenmacher 7 x; Steuer nach Sonnenburg 24 x; dem Schmied 2 fl 24 x. Gerichtsdiener extra 3 x. Summa aller Ausgaben 292 fl 51 ½ x; Dagegen betrifft der Empfang 493 fl 14 ½ x.
In Ziehung des Restes erhellt sich, dass Rechnungsleger an Rest behange 200 fl 23 x.
Hievon hat Rait(=Rechnungs)leger dem neu verpflichteten Kirchprobst Jakob Zulee erlegt 50 fl. Verbleibt also an endlichen Rest 150 fl 23 x.
Vorstehende Rechnung heute in Gegenwart löblicher geistlicher und weltlicher Vorstehung vorgenommen, gerechnet und der Rest gezogen und somit bei allseitig befundener Richtigkeit für adjustiert an- und aufgenommen so ist raitlegender Kirchprobst seiner Pflicht mit Vorbehalt des Restes entlassen, und zu Besorgung des 1799. Jahres-Nutzens der Jakob Zulee zu Sommavilla in Weitental mittels an Löblich geistlicher und weltlicher Vorstehung erstatteten Hand geliebt in die Pflicht genommen worden.
1797: Kirchen-Rechnung: Das löbliche St. Peter und St. Paul Gotteshaus zu Welschellen um den 1786. Jahres-Nutzen Raitleger Peter Mellauner zu Obermellaun. Am 23. Mai 1796 hat der wohlehrsame Peter Mellauner, Wirt zu Welschellen dem dortselbstigen St. Peter und Paul Gotteshaus um den 1795. Nutzen die Rechnung abgelegt und somit zu Besorgung des 1796. Jahres-Nutzens der ehrsame Peter Mellauner zu Obermellaun in die Pflicht gezogen worden; dieser will nun bei Ausgang des Jahres erstattet haben seine Kirchprobsts-Amtsrechnung; Zum Grund folgt anfänglich der Empfang: die Grundzinsen betreffen laut Urbar in Geld 48 x; das Gut Groß-Fornell(a) in Untermoj zinst jährlich: Weizen 1 Star = 1 fl 30 x; Roggen 4 Star à 1 fl 21 x = 5 fl 24 x; 25 Eisenkühe à 6 x = 2 fl 30 x; 22 Star Lichthafer à 20 x = 7 fl 20 x; Summa des Urbar-Empfangs 17 fl 32 x. An Kapital-Zinsen: bei den Kindern des Dominik Neuhauser für 316 fl 28 x – Zins: 12 fl 38 ½ x, bei Peter Mellauner, Wirt für 255 fl 32 x – Zins 10 fl 12 x; bei Joseph Pedevilla zu Unterweg für 153 fl Zins 6 fl; bei Anna Maria Alfreider und Joseph de Ponto (=Dapunt) für 100 fl – Zins 4 fl; bei Johann Baptista Mayr zu Oberkollatsch für 150 fl – Zins 6 fl; bei Johann Biock zu Mireid-Mirì 20 fl – Zins 48 x; bei Mathias Pider zu Plaä 289 fl 37 x – Zins 11 fl 33 ½ x, bei Jakob Piristi zu Alfreid und dessen Ehefrau 50 fl – Zins 2 fl; bei Joh. Batta Molling zu Wurz für 150 fl – Zins 6 fl bei Georg Mellauner zu Unterkastlung 50 fl – Zins 2 fl; bei Jos. Ritsch Weger 160 fl – Zins 6 fl 24 x; bei Michael Pedevilla 100 fl – Zins 4 fl; bei Alois Ellemunter zu Grones in Kampill 268 fl 25 x Zins 10 fl 43 x; bei Jakob Previsch zu Previsch ober Sorega 50 fl – Zins 2 fl; bei Georg Schanung zu Unterrungg 266 fl – Zins 10 fl 38 x; bei (Alois) Jo. Previsch, Pinter zu Previsch ober Sorega 119 fl – Zins 4 fl 45 ½ x; bei Jakob Mischì zu Mazukell in Kampill 50 fl – Zins 2 fl; bei Dominik Vantscher zu Oberrungg 50 fl – Zins 2 fl; bei Jakob Zulee, Unterweger in Weitental 640 fl Zins 25 fl 36 x; bei Joseph Kastlunger 100 fl – Zins 4 fl; bei Mathias de Kosta in Abtei 50 fl – Zins 2 fl bei Joh. Math. und Johann Bapta. Dejaco zu Freina 100 fl –Zins 4 fl; bei Maria Frenes zu Unterweg 129 fl 12 x; Zins 5 fl 9 ½ x; bei Mathias Craffonara zu Neuhaus 100 fl – Zins 4 fl; bei Joseph Kastlunger zu Stern 200 fl – Zins 8 fl; bei Martin Gasser zu Rungg 188 fl – Zins 7 fl 31 x; bei Jakob Frenes zu Turnaretsch 100 fl – Zins 4 fl; bei Mathias Turnaretscher zu Albusch 200 fl – Zins 8 fl bei Joh. Bapta Previsch ober Sorega 130 fl – Zins 5 fl 12 x; bei Jakob Peskoller Col de Tlames 50 fl – Zins 2 fl bei Joseph Tamers zu Previsch Pastor 100 fl – Zins 4 fl; bei Jakob Fontanella (jetzt Mathias Spessa) in Wengen 50 fl – Zins 2 fl; bei Anton Kastlunger zu Oberkastlung 52 fl – Zins 2 fl 4 ¾ x; bei Johann Devall zu Untermellaun 500 fl – Zins 20 fl; bei Peter Mellauner zu Obermellaun 243 fl 40 x – Zins 9 fl 43 x; bei Jakob Gasser zu Peskosta 336 fl – Zins 13 fl 26 x; bei Michael Selva zu Kollatsch 12 fl – Zins 28 ¾ x; bei Silvester Ritsch zu Plaä 20 fl – Zins 48 x; bei Peter Col de Tlames zu Korisell 200 fl – Zins 8 fl; bei Dominik Craffonara zu Neuhaus 50 fl – Zins 2 fl; bei Georg Sottrù 17 fl 47 x – Zins ... 41 x; bei Jakob Kastlunger Pitscheider 300 fl – Zins zu Jakobi 12 fl; bei Jos. de Wurz zu Tru in Enneberg 50 fl – Zins Kirchenraitung 2 fl; Markus Schanung zu Korisell – Zins zu Georgi 4 fl; 517 fl 47 x – Zi 20 fl 41 x; bei Anton Kastlunger, Gasser zu Weitental 200 fl – Zins 20. Juli 1797 erstmals 8 fl;
Summa der Kapitalien 6816 fl 41 x – Summa der Zins-Erträgnisse 272 fl 29 ½ x.
An Raitresten: bei Joseph Pider und Peter Schanung zu Pedevilla vom Jahre 1788 – 121 fl 26 x Zins 4 fl 50 x; bei Joh. Bapta Mayr zu Ober-Kollatsch vom Jahre 1789 – 65 fl – Zins 2 fl 36 x, bei Peter Mellauner, Wirt, verstorben Verlassenschaft (=Nachkommenschaft) von Jahre 1796 – 207 fl 25 x.
Summa der Raitreste 393 fl 51 x; Summe deren Zinsen 7 fl 26 x.
Extra – Empfang: an übrig gebliebenem Wachs bei dem 40 stündigen Gebet 3 fl; Opfer unter zweimal 39 x; Summa des Extra-Empfangs 3 fl 39 x; Summarum des ganzes und völligen Empfangs außer den Kapitalien...
Ausgaben: An bestimmten ordinari (ordentlichen A.) Titl. Herrn Pfarrer in Enneberg Besoldung 17 fl; Herrn Kuraten Besoldung in allem 149 fl 16 x; für Opfer- und Speise-Wein 5 fl, wohl dem Antlass (Fronleichnams-) Mahl 30 fl; zum Kirchtag 12 x; für die Armen-Seelen-Bruderscahft 50 fl; Herrn von Schuecheggerisch gestiftetes Almosen 1 fl; für das Heilige Öl 18 x; für 1 Direktorium 19 x; für den Kreuzgang nach Säben 1 fl 12 x; Mesners Besoldung 12 fl 18 x; der Schreiberei Schreibgeld nebst 30 x Zehrung – 7 fl 30 x: Kirchenprobsten Besoldung 5 fl. Hr. Kuraten für Kinderlehre – Waren 3 fl.
Raitungszehrung: Titl. Herrn Dekan und Pfarrer 45 x; Titl. Herrn Kuraten 45 x; Titl. Herrn Pfleger und Schreiberei 1 fl 30 x; alten und neuen Kirchprobsten 1 fl; Mesner 30 x; Herrn Pfarrers Bedienten und Pferd-Fütterung 45 x; dem Gerichtsdiener 12 x; Raitungs-Regalien: Titl. Herrn Dekan und Pfarrer 1 fl; Titl H. Kuraten 1 fl; Titl Herrn Pfleger 1 fl; Schreiberei 2 fl. Summa der ordentlichen und bestimmten Ausgaben: 218 fl 2 V.
An ordentlichen unbestimmten und Extra-Ausgaben; Beisitzer für einen 36 x; für Beichtzettel Antlass-Zehrung für Sänger und Himmelsträger, und Vesper-Wein für 2 Jahre also 1796 u. 97 für jährlich 1 Person à 24 x samt Mesner 48 x. Sängern Besoldung samt 2 fl von den Ämtern des Herrn Hebenstreit 45 x, von Herrn Joh. Dominik Kanetscheider samt 1 fl 30 Extra 4 fl 39 x; Herrn Kuraten Versehgänge für 90 à 6 x = 9 fl; für Hostien 4 fl 23 ¼ x; Herrn Niklaus Müller laut Konto 47 fl 41 x; Adels-Steuer für Andrä 1795 und Georgi 1796 – 32 ¾ x; freiwilliger Steuerbeitrag 4 fl 48 x; für 4 ¾ Pfd Wachs à 52 x = 4 fl 7 x; mehr 1 ¾ Pfd Wachs à 51 x = 1 fl 30 x; dazu 13 1/4 Pfd à 54 x = 12 fl 9 x; mehr 1 Pfd ½ Viertel Wachs 58 ½ x; Steuer für 2 mal 24 x; dem Strickenmacher 38 x, das 2. Mal 23 x; Herrn Kuraten Vesper-Wein und Antlass-Mahl für 1797 – 42 x Vesper-Wein für 2 Jahre (über was beim Antlass-Mahl einkommt von jährlich 35 x = 1 fl 10 x. dem Gerichtsdiener Extra 6 x. 26 fl 55 ½ x Summe der ordentlichen unbestimmten Extra Ausg. Summarum alles Ausgaben 320 fl 37 ½ x.
Wiederstellung: An Kapitalien; bei den Kindern des Dominik Neuhauser 316 fl 28 x; bei Peter Mellauner, Wirt in den ersten 9 Posten 129 fl 32 x; im 4. Posten und Übergabe vom 24. August 1763 100 fl und im 5. Posten 26 fl zusammen 255 fl 32 x; bei Anton Pedevilla zu Unterrungg 153 fl bei Anna Maria Alfreider und Jos. de Porta in Kampill laut Besitz-Vertrag vom Jahre 1792 unter den Erben des verstorbenen Christian Schanung, Steurer in Kampill und Schuldbrief vom 9. Mai 1688 – 100 fl; bei Joh. Bapta Mayr zu Oberkollatsch, zuvor die Eheleute des Valire Kollatsch und Schuldbrief vom 15. Juli 1708 im ersten Posten 50 fl, im 2. Posten 100 fl, zusammen 150 fl; bei Joh. Biok zu Mireid, zuvor Christian Mireider, seine Erben laut Schuldbrief vom 26. April 1715 20 fl bei Math. Pider zu Plaä, laut Schuldbrief vom 16. Juli 1758, im ersten Posten 81 fl 37 x, im 2. auf Übergeben des Peter Pider laut Übergabe vom 22. Juli 1774 – 100 fl und im 3. Posten laut Übergabe und Schuldbekenntnis vom 18. Juni 1780 – 108 fl zusammen 289 fl 37 x; bei Jakob Piristi und dessen Ehefrau zu Alfarei, zuvor Bartlmä Craffonara im Gefolge des Jos. Selva auf Übergabe Math. Frenner laut Übergabe vom 25. Juli 1737 – 50 fl. Bei Joh. Bapta Moling zu Wurz in Fußstapfen (=Gefolge) seines Vaters Martin Moling auf Übergeben Herrn Johann Perlat laut Übergabe vom 20. Juni 1765 – 150 fl; bei Georg Mellauner zu Unterkastlung als Übernehmer seines Vaters Johann Kastlunger infolge Steckbrief mit Datum Brixen legierte 50 fl. Bei Jos. Kastlunger in Fußstapfen des Jakob Gasser zu Pitscheid auf Übergeben der genannten Gassers vom April 1779 – 100 fl; im 2. Posten am 5. Juni 1782 ausgeliehene 41 fl und im 3. Posten Rechnungsrest vom April 1779 – 19 fl zusammen 160 fl; Bei Michael Pedevilla im 1. Posten 40 fl, im 2. Posten laut Schuldbrief vom 12. Mai 1712 in Fußstapfen des Benedikt Rungger 50 fl, im 3. Posten 10 fl zusammen 100 fl; Bei Alois Ellemunter zu Grones in Kampill, zuvor dessen Vater Math. als Besitz vom 19. April 1790: vorher Ant. Palmesoner laut Schuldbrief vom 26. April 1715 im 1. Posten 160 fl und im 2. Posten in Fußstapfen des Simon Dejako laut Schuldbekenntnis vom 13. Oktober 1764 – 108 fl zusammen 268 fl 25 x. Bei Jakob Previsch zu Previsch ober Sorega in Fußstapfen seines Vaters Joh. Previsch laut Schuldbrief v. 2. Mai 1715 – Haupts. 50 fl; Bei Georg Schanung zu Unterrungg und dessen Ehefrau laut Übergabe vom 13. Juli 1760 im 1. Posten 100 fl, im 2. Posten auf Übergeben Georg Kastlunger 91 fl und im 3. Posten laut Übergabe vom 30. Juni 1772 – 75 fl zusammen 266 fl. Bei Jos. Previsch Pinter zu Previsch wegen Vorigem laut Besitz v. 1. März 1786 – 119 fl.
Bei Jakob Mischì zu Mazukell in Kampill laut Inventur und Vermögens-Ergänzung v. 28. Mai 1781 50 fl. Bei Jakob Zulee – Unterweger in Weitental laut Kauf vom Jahre 1785 von Sonnenburgerischer Gerichtsobrigkeit im 1. Posten 100 fl, im 2. Posten 25 fl, im 3. Posten 50 fl, im 4.Posten 15 fl, im 5. Posten jenes Legat von Peter Zulee (= Zulle) vom Jahre 1762, zuvor bei Christian Zulle 50 fl, im 6. Posten laut Übergabe und Schuldbekenntnis datiert Sonnenburg 31. Juli 1785 -200 fl und im 7.Posten laut Schuldbrief mit obigem Datum 200 fl zusammen 640 fl; Bei Dominik Vantscher zu Ober-Rungg 50 fl; Bei Joseph Kastlunger laut Schuldbrief vom 17. Juli 1743 – 100 fl; Bei Mathias de Kosta in Abtei 50 fl; Bei Joh. Math. und Joh. Bapta Dejako zu Frena laut Besitz vom 4. Februar 1786 ursprünglich laut Schuldbrief vom 19. Juli 1750 auf Peter. Paul Dejako, nachher dessen Söhne Sebastian und Joh. Math. im 1. Posten 50 fl, dann laut Übergabe vom 2. Nov. 1797 auf Übergeben Joseph Frenner – Gasser im 2. Posten 50 fl zusammen 100 fl. Bei Maria Frenes zu Unterweg laut Besitz-Vertrag und Abhandlung vom 8. Jänner 1793 im 1. Posten 50 fl, im 2. Rechnungsrest vom Apr. 1752 – 79 fl 12 x zusammen 129 fl 12 x. Bei Dominik Craffonara zu Neuhaus, zuvor dessen Vater Paul Craffonara laut Schuldbrief vom 18. Juli 1744 – 100 fl.
Bei Jos. Kastlunger zu Riu in Fußstapfen seiner Mutter Maria Biok auf Übergeben Peters Kastlunger laut Übergabe vom 18. Juli 1764 im 1. Posten 150 fl dann laut Übergabe vom 13. Aug. 1769 auf Übergeben Jos. Ritsch 50 fl zusammen 200 fl; Bei Martin Gasser zu Rungg in Fußstapfen seines Vaters Joh. Gasser laut Besitz – Vertrag vom 4. Mai 1792, ursprünglich laut Übergabe vom 19. Juli 1767 auf Übergeben Jos. Schanung und Anna Maria Kastlunger 188 fl. Bei Jakob Frenes zu Turnaretscha in Fußstapfen seines Vaters Jakob Frenes jene dem Peter Tschaffert erlegten 50 fl und die von Anton de Pupp im Jahre 1771 gezahlten 50 fl – zusammen 100 fl. Bei Mathias Turnaretscher zu Albusch in Fußstapfen der Maria Schutz (?) laut Schuldbrief vom 4. Juli 1772 – 150 fl, im 2. Posten 30 fl und im 3. Posten am 6. Juni 1776 hat Peter Mellauner als Substituierter der Maria Schutz geliehen 20 fl – zusammen 200 fl. Bei Joh. Bapta Previsch zu Previsch oben Sorega laut Vermögens-Beschreibung und Ergänzung von 3. Februar 1793 auf Ableben seines Vaters Joh. Math. Previsch auf Übergaben des Anton Burkia vom 17. Juli 1772 130 fl. Bei Jakob Peskoller Kaldeklameser auf Übergeben Joh. Math. Peskoller zu Rost in Enneberg laut Übergeben vom 14. März 1790 – 50 fl; Bei Jos. Tamers zu Pervisch Pester in Fußstapfen seines Vaters Dominik Tamers auf Übergaben Joh. Dom. Planatscher Sorega laut Übergabe und Einbekenntnis vom 10. Juni 1726 – 100 fl. Bei Jakob Fontanella in Wengen jene von Andrea Bacher legierten und im Fontanella am 28. Juni 1777 geliehen worden 50 fl; Bei Anton Kastlunger zu Oberkastlung die von Maria Mellauner samt 2 fl für den Stättbrief legierten 52 fl. – Bei Joh. Devall zu Untermellaun in Fußstapfen des Georg Kastlunger, Mesner 500 fl. Davon sind 2 Übergaben, eine mit Datum Sonnenburg 25. Jänner 1788 über 339 fl 14 ½ x, eine mit Datum Schloss Thurn 24. September 1781 über 55 fl und steht noch der Schuldbrief von 109 fl 45 ½ x aus. Bei Peter Mellauner zu Obermellaun im 1. Posten 150 fl, im 2. Rechnungsrest vom Jahre 1758 – 93 fl 40 x zusammen 243 fl 40 x. Bei Jakob Gasser zu Peskosta im 1. Posten 316 fl, im 2. Posten 20 fl, zusammen 336 fl; Bei Michael Selva zu Kollatsch, vorher Anton Craffonara auf Übergeben Herrn And. Benedikt von Hebenstreit 12 fl; bei Silvester Ritsch zu Plaä in Fußstapfen seines Vaters Stephan Ritsch – Legat 20 fl; bei Peter Koldeklameser zu Korisell hat Gericht Sonnenburg seit 1787 zur Kirchenrechnung geliehen 200 fl;- Bei Dominik Craffonara zu Neuhaus das Anna Maria Kirchlerische Legat 50 fl; Bei Georg Sottrú Rechnungsrest vom Jahre 1770, worum am 16. Juni an löbl. geistlicher und weltlicher Vorstehung die Löbst geschehen 17 fl 47 x. Bei Jakob Kastlunger Pitscheider in Weitental laut Schuldbrief mit Datum Schloss Thurn 21. Mai 1793 – 300 fl; Bei Jos. de Wurz zu Jene, in Enneberg, 50 fl.
Bei Markus Schanung zu Korisell laut Übergabe mit Datum Sonnenburg 24. Juli 1794 – 100 fl; Bei Anton Kastlunger – (Gosser) Gasser in Weitental laut Schuldbrief vom 19. Mai 1786 – 200 fl.
Summa der Wiederstellung an Kapitalien 6816 fl 41 x. An Raitresten – Rechnungsresten; Bei Jos. Pider und Peter Schanung zu Pedevilla vom Jahre 1788 – 121 fl 26 x. – Bei Joh. Bapt. Mayr zu Kollatsch vom Jahre 1789 – 65 fl; den Raitrest des Peter Mellauner hat Spittleger in der ganz ... Summe der Wiederstellung an Raitresten 186 fl 26 x. Ausgaben und Wiederstellung zusammen außer den Kapitalien 507 fl 3 ½ x. Dagegen betrifft der Empfang 694 fl 57 ½ x.
In Ziehung des Restes erhellt sich, dass Rechnungsleger an Rest behängt mit 187 fl 54 x.
Geschehen St. Martin den 24. Juli 1797; von S.er Hochwürden und Gnaden Herrn Alois Ant. Trebo Dekan und Pfarrer, Herrn Kuraten Christoph Jori und Herrn Franz Jos. v. Piristi.
Zugegen Kaplan Hueber. Nachdem vorstehende Rechnung heute durchgegangen, geraitet und der Rest gezogen hierüber nichts Bedenkliches erfunden, so ist Raitleger Pater Mellauner mit Vorbehalt des Restes entlassen und hierfür die Inhaber zu Wurz also Jakob Ritsch und Joh. Bapta Moling, auch Jos. Kastlunger zu Rost in die Pflicht gezogen worden, somit die Rechnung mit Vorbehalt des Raitwandels für adjustiert und angenommen worden.
Geschehen in Nassereith den 28. März des Jahres 1793: vor dem wohledelgeborenen gestrengen und hochgelehrten Herrn Joseph Anton Elner J.nt. Liz. auch ... und Landrichter der Herrschaft Imst; Zugegen der vornehme Joseph Mesner, Gerichtsverpflichter zu Nassereith.
Nachdem am 12. vorigen Monats der Wohlerwürdige Herr Martin Winkler S.S. Theologie-Doktor und zuletzt gewesener Kurat in Nassereith, Gericht Imst das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, wurden dessen vorhandenen Geschwister und deren Kinder durch ordentliche Requisitionschreiben zu Anhörung des vom Verstorbenen errichteten Instrument (= Dokuments) und zur Beiwohnung sowohl bei der Inventur als der gänzlichen Verhandlung des Vermögens nach Nassereith zu erscheinen einberufen.
Da nun sämtliche Erben teils in proprio-persönlich und teils in gewalthablicher Vertretung auf den 5. d. M. beigekommen sind, so wurde vorläufig das vom Verstorbenen errichtete Instrument demselben wörtlich vorgelesen, das folgendermassen lautet: Testament oder der letzte Wille: Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit bitte ich Endesgefertigter nach meinem Absterben folgendes zu beobachten und genau zu vollziehen. Ich verlange, dass mein Körper mit einer schlechten ... und blauem oder schlechtem Messgewand angetan im geweihten Erdreich, nicht in der Kirche, sondern im Friedhof nächst an der Kirchenmauer begraben werde unter Abhaltung der gewöhnlichen Gottesdienste, Bestattung, sieben und dreißigst, jeder Gottesdienst mit Seel und Lobamt (?). Für das Messgewand sollen dem Gotteshaus, wovon es genommen worden ist, bezahlt werden 30 fl.
Zu einem ewigen Jahrtag mit Seele- und Lobamt in der Pfarrkirche in Enneberg (wo ich die heilige Taufe empfangen habe) verordne ich 200 fl; Es solle dieser Jahrtag alle Jahre im Monat Jänner gehalten, vorher von der Kanzel verkündet werden und dabei gebetet werden; für mich, für meinen Vater Dominik Winkler und für meine Mutter Anna Maria Degillia.
Für 100 heilige Messen in dem Ort, wo ich zuletzt die Seelsorge geübt, verordne ich mit dem, dass jede vorher verkündet werde: 50 fl. Für 125 heilige Messen, die anderswo geschwind gefeiert werden, sollen je à 24 x = 50 fl. Den Hausarmen des Orts, wo ich zuletzt die Seelsorge werde geübt haben, sollen ausgeteilt werden 100 fl; teils in Geld und teils in Brot, auch teils in Salz. Der löblichen Kuratie-Kirche bei St. Jakob zu Straß im Unterinntal vermache ich 25 fl; Wie auch dem löblichen Gotteshaus der heiligen Drei-Könige in Nassereith 25 fl. Einem jeden von meinen Dienstboten solle gegeben werden der ganze Jahreslohn, und zwar doppelt. Der Maria Sperl, wenn sie noch bei meinem Absterben in meinen Diensten sein wird solle ein ganz aufgerichtetes Bett, das ist Unter- und Oberbett nebst einem Paar Leilachen (= Leintücher) auch Polster und Kissen, jedes mit ... Oberziehen (=Überzügen) gegeben werden, und zwar eines unter den besten. Der Jungfrau Regina Sperl, meiner Base und Hauswirtschafterin gehört das lederne Bett mit der blauen kotonene (?) Zieche. Von Meinigem vermache ich ihr nebst ganzem doppeltem Jahreslohn, wie oben gemeldet, was folgt:
1. Alle bei meinem Tode noch vorhandenen Vikturalien nebst allem Wein und Brennholz.
2. Auch 3 Paar von besten Bettverlachen, 6 der besten Handtücher, ein Dutzend Servietten nebst 4 Tischtüchern.
3. Alles Ziun, Überbettstätte und sieben (?) Stohsäcke, auch 4 Kessel, die sie nach ihrem Belieben erwählen kann.
4. Endlich vom Kirchengeschirr und Wäsche, so viel als sie für sich allein nötig hat.
Geerbt habe ich bisher nicht mehr als 268 Gulden: nämlich von meinem Vater 100 und von meiner Mutter 168 Gulden. Wenn ich etwa in diesem Testament die tirolischen Landesrechte überschritten hätte, so solle von dem der Jungfrau Regina Sperl vermachten Mobilien soviel abgenommen und zur Masse gezogen als erfordert wird, dass meinen rechtmäßigen Erben zwei Drittel von meinem Ererbten und das Halbe von meinem Erhausten zukommen möge und folglich in allem übrigen mein Instrument seine Gültigkeit und Feste (?) haben könne. Dass dies mein Wille sein, bezeuge ich mit eigener Handschrift und ...
Den 20. Jänner 1791 – Martin Winkler, Kurat zu Nassereith.
Die erschienenen Verwandten und Erben wussten dieser letzten Disposition keine begründeten Einwendungen entgegenzustellen, sondern ließen solche in ihren Kräften und Würden beruhen.
Deswegen wurde Herr Joseph Anton Terzinger, Platzwirt allda für sämtliche Legatarien als Vertreter bestellt, mithin als Exekutor des Instruments (Vollstrecker des I.) in die Pflicht genommen und somit in dessen und obiger Erben Gegenwart mit Inventierung (= Inventarisierung) der Mobilien und Auszahlung der Barschaft sogleich vorgeschritten, welche man dann gestern abend zu Ende gekommen, wo sodann der wirklichen Verhandlung, Vermögensergänzung und Abteilung nichts mehr im Wege steht.
Daher wird zwischen den Erben, also dem Bruder Balthassar Winkler zu Plaich = Plaiken im Gericht Enneberg, welcher für sich selbst handelt auf erst (= für erste), dann dem Bruder Michael Winkler daselbst, der aber nicht selbst zugegen, sondern von seinem Schwager Jakob Raitleitner in der Pfarre Enneberg als schriftlich bestellter Gewalthaber vertreten wird, auf zweite, weiters den brüderlich Anton Winklerischen drei Kindern, also Franz, Anna und Maria Winkler von Mühlbach, welche von dem Johann Scheiber, Weißgerbermeister daselbst als von daselbstiger löblicher Obrigkeit verpflichteten Vormund besorgt worden auf dritte, ferner der Schwester Katharina Winkler, ledigen Staudes zu Plaiken in Enneberg auf vierte, und der Schwester Maria Winkler, obigen Jakobs Raitleitner Ehefrau, welche diese beiden vom genannten Jakob Raitleitner besorgt werden auf fünfte und letzten Haupte, auch Erbstollen und im weiteren Beisein des gemeldeten Herrn Joseph Anton Terzinger und der Legatoria Regina Sperl nach bester Form Landrechten zu Protokoll gebracht diese Vermögensergänzung und Teilung: Zum Grunde solcher hieher beschrieben wird das vorhandene Vermögen. Barschaft: Diesfalls ist gemäß Sortenliste vorhanden, über Abzug jener 50 Gulden, die an verschaffenen heil. Messen davor genommen, und den P. P. Franziskanern in Britti (?) ausgehändigt worden, noch 1492 fl 8 ½ x.
Fahrnissen (= bewegliche Güter): An Leibgewand 93 fl 52 x; An Silber 59 fl 24 x; An Tischzeug 37 fl 32 x; An Bettzeug 91 fl 51 x. An Haus, Leinwand ungemachten Tisch und Bettzeug: 93 fl 51 ½ x. An Viktualien und Getreide 104 fl 42 x; An Küchengeschirr 27 fl 32 x; An Ziun 81 fl 45 ½ x. An Büchern, die dem geistlichen Herrn Supernumerar Anton Mair von den Erben verkauft worden 30 fl; An den gemeinen Hausfahrnissen 87 fl 6 x. Schulden herein: bei Mathias Lanz zu Eliskases in Enneberg laut obrigkeitlichem Schuldbrief vom 26. Juni 1778 – 500 fl: Zinszeit 24. Juni 1792 bis 12. Februar 1793 von 7 Monaten und 3 Wochen zu 3 ½ x = 11 fl 17 x; Bei Johann Alois zu Rovara in Enneberg laut obrigkeitlichem Schuldbrief vom 2. Juli 1780 – 400 fl – Zinsen wie oben 9 fl 2 ½ x. Bei Peter Rovara zu Tal in Enneberg laut gerichtichem Schuldbrief vom 13. Juli 1783 – 400 fl – Zins wie o. 9 fl 2 ½ x.
Das Datum der Kuratie – Einkünfte erträgt für das Jahr 1793 zu des Hr. Verstorbenen Gebühr laut formierter Berechnung für 1 Viertel Jahr 104 fl 21 x; und Restanten 26 fl 57 ½ x.
Summe des Vermögens 3600 Gulden, 23 ¾ Kreuzer.
Abzüge: An eingenommenen Messgeldern, die noch nicht gelesen worden, gemäß dem vom Herrn Provisor gemachten Auszug 204 fl. Dem dermaligen Herrn Provisor Rupert Mall an Wachengeld mit Einschluß einer wöchentlichen Vakantmesse für 6 Wochen à 1 fl 30 x = 9 fl. Desgleichen dem Herrn Supernumerar Anton Mair für 6 Wochen 9 fl. Der Jungfer Häuserin Regina Sperl laut Obligation vom 23. Juni 1783 über 75 Gulden erhaltene Bezahlung, 25 Gulden. Dann ein Dupplo gemäß dem Vermächtnis 24 Gulden, zusammen 62 Gulden 45 Kreuzer. Hievon kommen abzuziehen: wegen empfangenen (?) Kleidungsstücken und barem Geld 12 Gulden 28 Kreuzer. Verbleibt also noch als Abzug zu bringen 50 fl 17 x. Weiter derselben an legierten Fahrnissen, wie sie in der Inventur angeschlagen 192 fl 3 ½ x. Der Dienstmagd Maria Sperl Bislohnausstand vom Jahre 1792 4 Gulden, und gemäß dem Testament 20 Gulden macht 24 fl. Aber dieser das verschaffene Bett 10 fl. Der zweiten Dienstmagd Maria Winkler auch laut Testament 20 fl. Der Herrn Martin Anton v. Werzischen Verlassenschaft Todessteuer Ausstand 3 fl 21 x. Dem Martin Scheuring, Sternwirt vom Herrn Doktor Fuhrlohn gemäß Konto 9 fl 36 x; Dem Apotheker Herrn Anton Hohner zu Imst laut Konto 12 fl 33 x; Dem Chirurg Alois Dietrich zu Nassereith laut Konto 16 fl 11 x. Dem Herrn Pfarrer zu Imst und den beigekommenen Geistlichen an Funeralien 24 fl; Dem Mesner zu Tormitz an dergleichen 4 fl 44 x; Dem Mesner zu Nassereith diesfalls 3 fl 47 x. Dem Organist Sebastian Zoller 2 fl 30 x; Dem geistlichen Herrn Franz v. Sterzinger für Todfall und gelesene heil. Messen 5 fl 30 x. Dem Leopold Resch-Kramer 6 fl 24 x; Dem Johann Wilhalm Tischler für die Totentruhe 2 fl; Dem Paul Rup für getanes Auswarten von sieben Tagen u. Nächten 1 fl; Dem Joseph Kalbesoner 1 fl 40 x. An Legaten gemäß dem voreingetragenen Testament also: Der heil. Drei-Königs-Kirche zu Nassereith für das dem Hochw. Verstorbenen ins Grab mitgegebene Messgewand 30 fl; Der Pfarrkirche in Enneberg zu einem ewigen Jahrtag 200 fl. Für 100 heil. Messen, die in Nassereith zu lesen sind 50 fl. Die 125 anderwärts zu lesenden heil. Messen sind bereits, wie vorhin angemerkt, bezahlt worden. Dem Hausarmen zu Nassereith über Abzug des bei dem 30. bereits schon ausgeteilten Brotes von 18 Gulden, welches teils in Geld teils in Salz auszuteilen kommt noch 82 fl; Der Kuratie Kirche bei St. Leonhard Jakob zu Straß Schenkung 25 fl; Die gleiche Schenkung der heil. Drei-Königs-Kirche zu Nassereith 25 fl. Dem Herrn Joseph Anton Sterzinger, Platzwirt, an Zehrung und Pferdlöhner für die zum Begräbnis und Gottesdiensten beigekommenen fremden Geistlichen, der Obrigkeit bei der Abhandlung, auch einiger Erben mit Einschluss der Leichenträger und was im Widum geholt worden, 90 fl 11 x. Zu Abrichtung der Gerichtskosten, des künftigen Jahrtages dann eines für den Herrn Verstorbenen zu errichtenden Grabsteines, auch andere etwa vorkommende Postlen wird auf Berechnung des hiemit aufstellenden Gemeinschaftsführers Herrn Joseph Anton Sterzinger gewidmet 156 fl 36 ¼ x. Summe der Abzüge u. Schulden hinaus: 1270 fl 23 ¾ x. Hierüber verbleibt noch Vermögen spreche aus 2330 fl. Woraus es einen Hauptstollen (-Erben) zur fünften Portion sage 466 fl. Assignation: Erstens wird dem aufgestellten Exekutor Instrumenti = des Testaments und Gemeinschaftsführer Herrn Joseph Anton Sterzinger zu bezahlen übertragen: Die ausständigen heil. Messen mit 204 fl, dem Herrn Provisor 9 fl dem Herrn Supernumerar 9 fl; der Dienstmagd Maria Sperl 24 fl; der Dienstmagd Maria Winkler 20 fl; der Herrn Martin Anton v. Merzischen Verlassenschaft 3 fl 21 x, dem Martin Scheuring 9 fl 36 x, dem Apotheker Holer 12 fl 33 x; dem Chirurg Dietrich 16 fl 11 x. Dem Herrn Pfarrer zu Imst 24 fl; dem Mesner zu Tormenz (?) 4 fl 44 x; dem Mesner zu Nassereith 3 fl 47 x; dem Organist Goller 2 fl 30 x; dem geistlichen Herrn Franz v. Sterzinger 5 fl 30 x, dem Leopold Rasch 6 fl 24 x; dem Johann Wilhalm Tischler 2 fl; dem Paul Ruep 1 fl; dem Joseph Falbesoner 1 fl 40 fl; der heil. Drei-Königs-Kirche in Nassereith 55 fl; die verschaffenen heil. Messen 50 fl; den Hausarmen Geld und Salz 82 fl; der Kuratie-Kirche zu Straß 25 fl; auf selbst laut Konto 90 fl 11 x; und das ausgestellte Geld mit 156 fl 34 ¼ x. Zusammen die Übertragung das ist 818 fl 3 ¼ x; Zu Tilgung dieser Übertragung wird demselben einzulangen angewiesen: die Rate aus den Kuratie-Einkünften mit 104 fl 21 x; die Restanten mit 26 fl 57 ½ x; und aus der vorhandenen Barschaft 686 fl 44 ¾ x, macht obige 818 fl 3 ¾ x; Zweitens gebührt der Legatoria Regina Sperl: An legierten Fahrnissen 192 fl 3 ½ x; An Bislohn 50 fl 17 x; Zusammen dico 242 fl 20 ½ x; Zu solcher Tilgung wird ihr überlassen gemäß der mit den Erben getroffenen Übereinkunft: Sämtliche Fahrnisse über Abzug des Tuches und des meisten Bettgewandes mit 507 fl 11 ½ x. Ergibt sich also, dass sie den Erben noch heraus schuldig verbleibe sage 264 fl 51 x, welche sie den 4 Ennebergischen Erben zu bezahlen hat.
Drittens, viertens, fünftes und sechstens die 4 im Gerichte Enneberg befindlichen Hauptstollen also den Balthassar Winkler, Michael Winkler, Katharina und Maria Winkler betreffend. Diese begehren ihre brüderliche Erbschaft, jedes 466 fl, mithin zusammen 1864 fl. Dazu wird ihnen zu bezahlen übertragen: Der Pfarrkirche zu Enneberg der gestiftete Jahrtag mit 200 fl. Beträgt deren Erbforderung mit Übertragung das ist 2064 fl. Zur Habhaft...ordnung (?) ihres Begehrens wird ihnen in alten Rechten einzulangen übergeben; Vier Fünftel aus dem vorhandenen Tuch und Bett mit 104 fl 20 x.
Bei der Jungfer Häuserin Regina Sperl 264 fl 51 x; Bei Mathias Lanz zu Eliskases Kapital u. Zins 511 fl 17 x; Bei Johann Obwegs zu Rovara 409 fl 2 ½ x; Bei Peter Rovara zu Thal 409 fl 2 ½ x und aus der vorhandenen Barschaft 365 fl 27 x; Macht ihre Forderung gleich das ist 2064 fl. Endlich siebtens und letztens begehren die brüderlich Anton Winklerischen 3 Kinder zu Mühlbach Herr vetterliches Erbe 466 fl; Erhalten aus dem vorhandenen Tuch- und Bettgewand den fünften Teil mit 26 fl 5 x; und aus der Barschaft 439 fl 55 x. Betrifft ihre Forderung gleich mit rage 466 fl; Die Legataria Maria Sperl hat ihr legiertes Bett nämlich das des Herrn Supernumerar Mayr, das mit 10 Gulden angeschlagen in „natura“ zu erheben. Womit also die Erben und übrigen Teilen für ihre allseitigen Ansprüche befriedigt und ausgewiesen sind. Übrigens wird allda angemerkt, dass sich, weil die 4 Ennebergischen Stollen sämtliche Schulden herein übernommen, alle 5 Stollen unter Verpfändung ihrer ganzen und völligen Vermögenheit, im Besonderen der erhaltenen Erbsanweisung Pro und Contra gemeiert (?) auf 3 nacheinander folgende Jahre vom heutigen Datum an gerechnet, dergestalten die Gewährschaft versprochen und zugesichert haben, dass, falls in diesen 3 Jahren ein oder das andere Kapital entweder ganz oder zum Teil oder auch die Zinsen in Verlust verfallen sollten, diesen Verlust jeder Stollen mit dem betreffenden fünften Teil zu verbüßen und zu ersetzen schuldig sein solle; nach Verlauf der 3 Jahre aber, wann keiner zu einem diesfälligen Ersatz mehr verbunden, sondern hätte den Verlust derjenige allein zu verbüßen, dem das verloren gegangene Kapital und Zinsen angewiesen werden. Weiter wird allda nachgetragen, dass die Jungfer Häuserin Regina Sperl den Ennebergischen Erben wegen übernommenen Fahrnissen schuldig werden 264 Gulden 51 Kreuzer, dann wegen Aufschlag 5 Gulden. Wegen weiters übernommenen ein Stückchen Köllisch 7 Gulden 44 Kreuzer. Und wegen des heute bar erhaltenen Geldes 24 Gulden 20 x, zusammen 301 Gulden 55 x. Zu Tilgung dieser Schuld will sie Jungfer Sperl und ihr Herr Vetter Anton Mair, Supernumerar allda, ihren Ennebergischen 4 Stollen jene 296 Gulden Kapital samt den bereits davon verfallenen Zinsen mit 5 Gulden 55 Kreuzer, zusammen also eben 301 Gulden 55 x, die sie in Fußstapfen (als Erbfolge) der Maria Degillia bei Dominik oder vielmehr dem Silvester Kaneider zu Garsung in Enneberg anliegend habe, in alten Fürpfandsrechten abtreten und übergeben. Welche diese Abtretung sie Ennebergische 4 Stollen auch übernommen, mithin sie die Jungfer Sperl um obige Schuld von 301 Gulden 55 Kreuzer auf weltewig quittieren und lossprechen. Zu dessen Bekräftigung hat sich der Herr Supernumerar eigenhändig allda unterschrieben, die übrigen Teilen aber der Obrigkeit das Anloben erstattet. Anton Mai-Supernumerar. Alles in Erholung der alten Rechte ohne Steuerung. Nach dem Ablesen ist es dabei verblieben und pro Konfirmation = zur Bekräftigung alles vorigen von dem im Eingang bestimmten Erben und Herrn Alois Schwemmer als Gewalthaber des Vertreters der Anton Winklerischen 3 Kinder Anton Scheiber, als welcher vor Ausgang dieser Handlung Geschäfte halber sich nach Innsbruck begeben musste, an löbl. Obrigkeit das Anloben praxiert worden.
Ohne Gefährde: Zur Urkunde haben demnach eingeführter Herr Landrichter Titl. Joseph Anton Ebner sein angeborenes Insiegel (doch sonst ohne Schaden) hierher gestellt und somit diese Handlung gefertigt. Zeugen wie oben.
Nachtrag 1 Blatt; Erbsverhandlung des Hochwürdigen Herrn Martin Winkler, gewesener Kurat zu Nassereith, Gericht Imst, so auf dessen Sterben instehend vorgegangen.
Gerarchia: A-1056/013
Data: 1790 - 1798
