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Titul:

Rechnungen und Erledigungen | Cunc y licuidaziuns



Descriziun: Regest: Moling Sepl (*1934)

Cunc y licuidaziuns de contraternités scric a man dal 1781 al 1791.

Erledigung über die von dem Bruderschafts-Administrator der im Gericht Enneberg aufgelassenen Christenlehre und Franziskus Xaver Bruderschaft Johann v. Gaun zur diesortigen staatl. Buchhalterei vom 1. November 1790 bis Ende Oktober 1791 gelegte Rechnung. Reservat per sè. Da bei Examinierung obbesagter Rechnungen sich nichts Bedenkliches geäußert und der wirkliche Empfang laut dieser Jahresrechnung 1791 in 251fl 40x, die Ausgaben hingegen in 38fl 21x bestanden sind, folglich ein barer Kassenvorstand bei richtiger Berechnung von 213fl 19x ausgefallen ist, so wird gegenwärtig Erledigung mit dem Beisatz hinaus erteilt, dass nicht nur obiger Kassenvorstand von 213fl 19x als auch die als Übergabe gestellten Kapitalien von 1586fl 9 ¼x mit in künftiger Rechnung als Empfang gebracht und zugleich von obigem Kassavorstand 150fl bei Privaten gegen jedoch vorläufig vom hohen Gubernium einzuholender Ratifikation – oder wenn keine derlei mit Mitteln genügsam versehene Leute sich hierum anmelden würden, sogleich zur Kreditkasse nach Schwaz zinsträchtig angelegt werden sollen. Für k. staatl. Buchhalterei Innsbruck, den 30. April 1792. Joh. W. Rantenkranz – Buchhalter – Harting

Erledigung über die Ennebergische Bruderschaftsrechnungen für 1790, erledigt dem 20. erhalt. 25. Februar 1792.
Erledigung über die von dem Bruderschafts-Administrator Johann von Gaun der im Gericht Enneberg aufgehobenen 2 Bruderschaften zu O. O. O. … Buchhalterei eingestellte Rechnung vom 1. November 1789 inkl. letzten Oktober 1790.
Rerservat per sè (top secret?) Da man bei Revidierung obbesagter Rechnungen nichts zu erinnern befunden hat, und da übrigens der wirkliche Empfang inklus. des Kassavorstandes von 191fl 51 ½x in 242fl 3 ½x, die Ausgaben hingegen 45fl 33 ¾x bestanden sind, mithin hat sich ein Kassenvorstand von 196fl 29 ½x gegeben, welchen Rechnungsleger nebst den in Übergabe stellten Kapitalien und Realitäten von 1586fl 9 ¼ x in künftiger Rechnung als Empfang aufzuführen hat, so entsteht die k.k. O.Ö. Kaal-Buchhalterei nicht, gegenwärtige Erledigung jedoch gegen den hinaus zu erteilen, dass der Kassavorstand um Nutzen des Bruderschafts-Fondes an gesicherten Orten nach der bestehenden Vorschrift zinsträchtig angelegt werden sollen. Die K.K.O.Ö. Kaal-Buchhalterei, Innsbruck, den 10. Oktober 1791. Joh. W. Rantenkranz – Buchhalter – Harting

Ausweis der bestehenden oder rückbezahlten Kapitalien der Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil – Gericht Enneberg.
Ausweis über die bei der Franziskus Xaverius Bruderschaft bei St. Vigil – Gericht Enneberg vom 1. August bis letzten Oktober im Jahre 1789 bestehenden – Bezahlten Kapitalien – rückständigen Interessen.
Bei Privaten:
1. bei Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider à 4% - 300fl;
2. bei Christian Pitscheider zu Rives zu 4% - 125fl;
3. bei Joseph Mazukeller zu Joch 83fl;
4. bei Andrea Trebo 10fl, welche in vorigen … ausbezahlt und den 1. Juli 1789 an Hohe Landesstelle eingesendet worden
5. bei obigem Trebo 45fl, die wie oben bezahlt und eingesendet;
6. bei Dominik Tamers à 4% - 30fl; mehr bei diesem 30%;
7. Paul Elliskases bezahlt und mit obigem Datum eingesendet 6fl;
8. Mehr bei diesem bezahlt und eingesendet wie oben 5fl;
9. Bei Math. Moling 50fl, die bezahlt und eingesendet den 1. Juli 1759 an Hohe Gubern. Stelle;
10. Bei H. Benedikt v. Winkler 130fl 34 ¾x, die rückvergütet und am obigen Tag übermacht worden. Summe 568fl 1x
Formiert St. Vigil, den 29. Jänner 1790. Paul Jos. Schmid – Bruderschafts-Administrator


Berechnung, was ich Endgefertigter als von der Gemeinde St. Vigil bestellter Administrator der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft allda im Gericht Enneberg vom 1. November 1789 bis letzten Oktober 1790 empfangen und ausgegeben habe. Empfang- In Sonderheit – zusammen: An Aktiv-Kapitalien: Laut nachbeschriebenen Schuldobligationen sind angestiftet und eigentlümliche Kapitalien vorfindig… Bei der der k.k. Direktoratskasse zu Schwaz laut Schuldobligation mit Datum vom 21. August 1789 Nr. 2661- 250fl – Patent im Kurrent 263fl 28 ½ x. Bei der Tiroler Landschaft: Nichts; bei Privaten:
1. Besagte Obligation vom 5. November 1777 bei den Eheleuten Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider 4% - 300fl. Der Zins haltet von 8. April 1789 bis 1790
2. Bei Christian Pitscheider zu Rives in Kampill laut Übergabe vom 18. Mai 1776 à 4% - 125fl
3. Bei Joseph Mazukeller zu Joch im Gericht Thurn infolge Übergabe vom 17. Mai 1776 à 4% 83fl 1x – Zinsrückstand von Sonnenwende 1789 bis 1790.
4. Am 24. Juni 1789 rückbezahlt worden;
5. Am 24. Juni 1789 rückbezahlt worden;
6. Bei Dominik, jetzt Jakob Tamers laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 à 4% - 30fl. Der Zins behängt von Sonnenwende 1789;
7. Mehr bei diesem ohne Schuldobligation; so aber unbedenklich 30fl,
8., 9., 10. und 11. Sind rückbezahlt worden 831fl 29 ½x
An Realitäten: nichts.
An beweglichen Gütern: Kirchen-Paramente sind keine. An Gerätschaften ist nichts mehr vorfindig. Summe der Kapitalien und Vermögen: 4.
Wirklicher Empfang: An barem Kassenvorstand – Nach Ausweis der am 6. Dezember 1789 für das Jahr 1789 erstatteten Administrationsrechnung besteht dieser in 132fl 7 ½x. An Kapitalsinteressen:
1. Bei den Eheleuten Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider von 300fl Kapital vom 8. April 1789 bis dahin 1790 … 12fl;
2. Von Christian Pitscheider für 125fl vom 14. September 1789 bis 1790 … 5fl;
3. Von Joseph Mazukeller für 83fl 1x von Sonnenwende 1789 bis 1790 … 3fl 19x;
4. Von Jakob Tamers für 30fl von Sonnenwende 1789 bis 1790 … 1fl 12x;
5. Mehr von diesem für 30fl vom 18. Juli 1789 bis 1790 … 1fl 12x;
6. Von dem bei der Direktoratskasse zu Schwaz unter Nr. 2661 anliegendem Kapital von 263fl 28 ½x à 3 ½ %vom 10. Oktober 1789 bis 1790 … 9fl ½ : zusammen 31fl 43 ½x.
An rückbezahlten Kapitalien: nichts. Summe des wirklich baren Empfangs 31fl 43 ½ x.

Ausgaben: Auf Stiftungen: Im Nachgang k.k. O.Ö. Gubernial-Buchhalterei vom 9. März ist die Abhaltung der gestifteten 6 Messen sowohl für die Zukunft wie für die Vergangenheit verwilligt worden und dem Priester Benedikt v. Winkler laut Bescheinigung Nr. 7 mit Einschluss des Jahres 1789 für 3 Jahre vergütet worden 9fl; an Öl und Wachs: nichts. Auf Päpstliche Landschaftliche und andere Steuern. Im Nachgang des von einer k.k. O.Ö. Gubernial-Buchhaltung mitgeteilten Subrepartitions-Ausweises vom 9. September 1789 und kreisamtlichen Auftrages vom 10. September 1790 wurde von dieser Bruderschaft die ihr zugeteilte Kriegssteuer von 1fl 44 ¼x, welche auch am 18. November 1790 an das k.k. Kreisamt im Patent eingesendet worden, macht im Kurrent 1fl 49 ¼x aus. Auf Besoldungen, Belohnung, Wartegelder: nichts. Auf Beiträge: nichts. Auf Extra-Ausgaben: für Schreibmaterialien, Spanischwachs und Spagat wurden nur aufgerechnet 45x. Summe der Ausgaben zusammen 11fl 34 ¼ x.
Wenn nun von dem vorausgewiesenen wirklichen Empfang von 163fl 51x die Ausgaben von 11fl 34 ¼ x abgezogen werden, so erscheint einstweilen ein barer Kassavorstand von 152fl 16 3/4x. Weil aber unter diesem über Abzug der … die diesjährigen Einkünfte betreffend Ausgaben, von ___ 34 ¼x – 26fl 9 ¼x reine Einkünfte begriffen sind, also hat der Administrator für die diesortigen Armen laut Quittung Nr. 2 das betreffende 1 Drittel mit 8fl 43 1/12x abgegeben und den diesortigen Normalschulen laut Quittung Nr. 3. 8fl 43 1/12x, beträgt zusammen 17fl 26 1/12x. Über diese Abnahme verbleibt noch endlicher barer Kassavorstand 134fl 50 7/12 x.
Ausweisung: Aus den vorn beschriebenen Kapitalien werden die unbezahlten in Übergabe gestellt also Nr. 1., 2., 3., 6. und 7. und betragen 568fl 1x. Dann bei der Direktorats-Kasse zu Schwaz laut Obligation vom 21. August 1789 Nr. 2661 im Patent 250fl macht im Kurrent 263fl 28 ½ x. An Realitäten und unbeweglichen Effekten: nichts. An Gerätschaften: nichts. Summe 831fl 29 ½ x.
Formiert zu St. Vigil den 8. April 1791.

Ausweis über die bei der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft bei St. Vigil in Enneberg bis Ende Juli im Jahre 1789 bestehenden oder zurückbezahlten Kapitalien.
Bestehende bezahlte Kapitalien:
Bei Privaten:
1. Laut Obligation vom 5. November 1777 auf die Eheleute Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider lautend à 4% - 300fl;
2. Bei Christian Pitscheider zu Rives in Kampill laut Übergabe vom 18. Mai 1776 à 4% - 125fl;
3. Bei Joseph Mazukeller zu Joch, Gericht Thurn laut Übergabe vom 17. Mai 1776 à 4% - 83fl 1x;
4. Bei Herrn Andrea Trebo, Färbermeister allda aus 190fl, welche an den Johann Tschaffert laut Schuldbrief vom 24. Juni 1764 Nr. 4 schuldig war, sind laut der auf Absterben des Johann Tschaffert vorgegangenen Vermögensteilung vom 23. März 1768 Nr. 5 bei dem Schuldner Peter Trebo, jetzt dessen Sohn andrea 10fl für die Bruderschaft legiertemaßen angewiesen worden à 4% … 10x;
5. Obiger H. Andrea Trebo, väterlich Peter Treboischer Vermögensbesitzter laut Besitz- und Entrichtsvertrag vom 10. Juli 1768 à 4% … 45x;
6. Laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 auf Dominik Tamers lautend à 4% … 30fl. Mehr bei diesem ohne Schuldobligation, was aber sicher und unbedenklich ist 30fl;
7. Laut Extrakt vom 13. Juli 1762 hat der Paul Elliskases zu Plazoller der Bruderschaft versprochen 6fl;
8. Mehr Paul Elliskases die von Jakob Rovara legierte und bei ihm laut Extrakt vom 7. Februar 1768 anwiesenen 5fl. Bei Mathias Moling ohne Schuldbrief 50fl (bezahlte). Bei dem Benedikt von Winkler, Benefiziaten allda als vorherigen Bruderschaftsadministrator an verbliebenem Rechnungsrest der Jahre 1780, 1781, 1782 und 1783 à 4% … 130fl 34 ½x.
Summe der bestehenden 568fl 1x und bezahlten Kapitalien 246fl 34 ½x.
Formiert St. Vigil, den 14. August 1789 – Paul Jos. Schmid – Richter allda.

Sechste Administration-Rechnung, die Paul Jos. V. Schmid der Franziskus Xaverius Bruderschaft vom 1. November bis letzten Oktober 1789 erstattet hat. Eingesendet an das K.K. Kreisamt am 11. Oktober 1789.
Berechnung, was ich Endesgefertigter als von der Gemeinde St. Vigil bestellter Administrator den aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft allda im Gericht Enneberg vom 1. November 1788 bis letzten Oktober 1789 empfangen und ausgegeben.
Empfang: In Sonderheit zusammen: An Aktiv-Kapitalien: laut nachbeschriebenen Schuldobligationen und an gestifteten und eigentlichen Kapitalien vorfinding: bei der K.K. Direktoratskasse zu Schwaz: nichts. Bei der Tirol. Landschaft: Nichts. Bei Privaten:
1. laut Obligation vom 5. November 1777 bei den Eheleuten Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider à 4% - 300fl. Der Zins haltet vom 8. April 1788 bis 1789.
2. Bei Christian Pitscheider zu Rives in Kampill laut Übergabe von 18. Mai 1776 à 4% - 125fl
3. Bei Jos. Mazukeller zu Joch, Gericht Thurn laut Übergabe vom 17. Mai 1776 à 4% - 83fl 1x
4. Bei Andrea Trebo laut den Joh. Tschaffert Erbsteilung vom 23. März 1768 à 4% … 10fl. Zinsausstand von Sonnenwende 1788 bis 1789.
5. Bei obigem Andrea Trebo laut Besitzvertrag vom 30. Juli 1768 – 45fl; Interessenausstand vom 1. Mai 1788 bis 1789
6. Bei Dominik, jetzt Jakob Tamers laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 à 4% … 30fl. Der Zins behängt von Sonnenwende 1788 bis 1789.
7. Mehr bei diesem ohne Schuldobligation, so aber unbedenklich der Zins restiert vom 18- Juli 1788 bis 1789.
8. Bei Paul Elliskases laut Extrakt vom 13. Juli 1762 – 6fl; das Interesse haftet vom 13. Juli 1788-1789
9. Bei eben demselben laut Extrakt vom 6. Februar 1768 … 5fl; der Zinsrückstand vom 6. Februar 1788-1789
10. Bei Math. Moling ohne Schuldbrief, was aber sicher ist 50fl; Zinsausstand vom Sonnenwende 1788-1789
11. Bei H. Benedikt von Winkler an verbliebenem Rechnungsrest 130fl 34 ½x. Zinsausstand vom 1. Jänner bis letzten Dezember 1789. Zusammen 814fl 35 ½x.
An Realitäten: nichts. An beweglichen Gütern: Kirchenparamente sind keine. An Gerätschaften ist nichts mehr vorfindig. Summe der Kapitalien und Vermögen: 814fl 35 ½x. Wirklicher Empfang an barem Kassenvorstand: nach Ausweis des am 4. Dezember 1789 für das Jahr 1788 erstatteten Administrationsrechnung besteht dieser in 124fl 34 ½ x.
An Kapitals-Interessen:
1. Von den Eheleuten Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider für 300fl Kapital vom 8. April 1788 bis dahin 1789 – 12fl;
2. Von Chistian Pitscheider für 125fl von 14. September 1788 bis 1789 – 5fl;
3. Von Jos. Mazukeller für 83fl 1x von Sonnenwende 1788 bis 1789 … 3fl 19x;
4. Von Andrea Trebo für 10fl, welche derselbe am 24. Juni 1789 bis Sonnenwende Tag rückbezahlt mit dem Jahreszins von 24x;
5. Von obigem Trebo für 45fl, die derselbe am 24. Juni 1789 rückbezahlt; Interesse-Rate vom 7. Mai 1788 bis dahin für 1 Jahr 1fl 48x und von dort bis zum Zahlungstag für 1 Monat 17 Tage 14 ½ x zusammen 2 fl 2 ½ x;
6. Von Dominik Tamers, jetzt Jakob für 30fl von Sonnenwende 1788 bis 1789 – 1fl 12x;
7. Aber von diesem für 30fl, Zins von 18. Juli 1788-1789 – 1fl 12x
8. Von Paul Elliskases für 6fl, die dieser am 30. Juni 1789 rückbezahlt. Zinsrate vom 13. Juli 1788 bis zum Zahlungstag für 11 Monate 17 Tage 14x;
9. Mehr von diesem für 5fl, die ebenfalls am obigem Datum rückbezahlt, beträgt der Zins vom 6. Februar 1788 bis dahin 1789 12x, von den Raten bis zum Zahlungstag für 4 Monate 24 Tage 4x 3V, zusammen 16 ¾ x;
10. Von Mathias Moling für 50fl, die dieser am 24. Juni 1789 als Sonnenwendtag somit den Jahreszins rückvergütet 2fl
11. Vom Herrn Benedikt von Winkler für 130fl 34 ½x die derselbe am 30. Juni 1789 rückersetzt, beträgt der Zins vom 1. Jänner bis letzten Juni für 6 Monate 2fl 36x; zus. 30fl 16 ¼ x.

An rückbezahlten Kapitalien: Den 24. Juni 1789 hat Andrea Trebo die in dem Empfang unter Nr. 4 und 5 aufgeführten Kapitalsposten im Patent mit 52fl 24 ¼ x mitbezahlt, macht Kurrent 55fl; den 24. Juni 1789 wurde von Mathias Moling das Kapital rückvergütet wie es in dem Empfang unter Nr. 10 bemerkt ist, im Patent über 47fl 40 ¼, in Kurrent mit 50fl. Den 30. Juni 1789 hat Paul Elliskases die 2 kleinen unter Nr. 8+9 beschriebenen Kapitalsposten rückerstetzt im Patent mit 10fl 18 ¾ x, im Kurrent 11fl. Den 30. Juni 1789 erlegt Herr Benedikt von Winkler den verbliebenen Rechnungsrest im Patent 123fl 20 ½x, im Kurrent 130fl 34 ½x. Betragen die eingehobenen Kapitalien im Patent 233fl 53 ¾x, im Kurrent 246fl 34 ½ x. Summe des wirkl. baren Empfangs 401fl 25 ¼ x.
Ausgaben auf Stiftungen: Sind keine, solange die H. von Winklerischen Messen ganz aufgehoben werden. An Öl und Wachs: nichts. Auf Päpstl. Landschaftl. oder andere Steuern. Infolge der von der k.k. O.Ö. Gubern. Buchhaltung mit geteiltem Subrepartitions-Ausweis vom 9. September abhin (=letzthin) und kreisamtlichen Auftrages vom 10. Oktober 1789 wurde diesortige Bruderschaft mit 1fl 44 ¼x Kriegssteuer belegt, welche unter heutigem Datum an das k.k. Kreisamt im Pustertal im Patent-Geld eingesendet worden, macht Kurrent 1fl 49 ¼ x worüber die Quittung nachgetragen werden soll. Auf Besoldungen, Belohnungen, Wartegelder Unterzeichneter hat diese Administration durch 6 Jahre besorgt und bis jetzt 6 Rechnungen eingestellt, aber noch niemals die mindeste Renumeration erhalten. Auf Beiträge: nichts. Auf Extra-Ausgaben: Für Schreibmaterialien, Spanischwachs und Spagat wurde aufgerechnet in Rücksicht der mehrfällig abgeforderter Bilanzen, Ausweisen und Berichter von 6 Jahren 4fl. Summe der Ausgaben: 5fl 49 ¼ x.
Wenn nun von dem vorausgewiesenen wirklichen Empfang von 401fl 25 ¼ x die Ausgaben von 5fl 49 ¼ x abgezogen werden, so erscheint einstweilen ein barer Kassenvorstand 393fl 36x. Dagegen hat der Administrator den 1. Juli letzthin obige rückbezahlte Kapitalien von 246fl 34 ½x Kurrent an hohe Landesstelle samt den Sortlisten übersendet und aus der Kasse 16fl 50x Kurrent zu Rundierung einer Patentsumme von 250fl beigezogen, macht diese bare Abfuhr in Kurrent 263fl 28 ½ x; nach deren Absatz erübrigt noch barer Kassavorstand 132fl 7 ½ x. Die Summe hat Titl. Herr von Schmid den 24. Oktober 1790 zu Händen des Gerichtsschreibers Maneschg bar erlegt.
Ausweisung: Aus den vorne beschriebenen Kapitalien werden die unbezahlten in Übergabe gestellt als Nr. 1, 2, 3, 6, 7 die noch betreffen 568fl 1x. Bei der k.k. Direktoratskasse zu Schwaz die laut allda vorfindiger Schuldobligation vom 21. August 1789 Nr. 2661 ausgelegten 250fl Patent, im Kurrent 263fl 28 ½x. An Realitäten und unbeweglichen Effekten: nichts. An Gerätschaften: nichts. Summe 831fl 29 ½x. Formiert zu St. Vigil den 6. Dezember 1789 – Paul Jos. Schmid – Bruderschaftsadministrator.

Fünfte Administrationsrechnung, die Paul Jos. Schmid der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil vom 1. November 1787 bis letzten Oktober 1788 erstattet hat. Eingesendet an das k.k. Kreisamt den 11. Dezember 1789.
Berechnung, was ich Endesgefertigter als von der Gemeinde zu St. Vigil bestellter Administrator über die Vermögenheit der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil, Gericht Enneberg vom 1. November 1787 bis letzten Oktober 1788 empfangen und ausgegeben habe.
Empfand: An Aktiv-Kapitalien: laut nachbeschriebenen Schuldobligationen sind an gestifteten und eigentümlichen Kapitalien vorfindig: bei der Direktoratskasse zu Schwaz: nichts. Bei der Tirol. Landschaft: Nichts.
Bei Privaten:
1. Laut Obligation vom 5. November 1777 auf die Eheleute Joh. Jakob Peslalz und Maria Kaneider lautend à 4% über 300fl. Den Zins ist ausständig vom 8. April 1787 bis 1788 und beträgt 12fl;
2. Bei Christian Pitscheider zu Rives in Kampill laut Übergabe vom 8. Mai 1776 à 4% über 125fl. Interessen-Ausstand vom 14. September 1787 bis 1788 beträgt 5fl;
3. Bei Jos. Marzukeller zu Joch, Gericht Thurn infolge Übergabe vom 17. Mai 1776 à 4% - 83fl 1x. Die Verzinsung behängt im Rückstande von Sonnenwende 1787 bis 1788 und macht 3fl 19x aus.
4. Bei Andrea Trebo infolge der Erbsteilung des Joh. Tschaffert vom 23. März 1768 à 4% - 10fl – auf Sonnenwende 1788 ist der Zinsrückstand fällig mit 24x.
5. Bei obigem Andrea Trebo laut besagtem Vertrag vom 30. Juli 1768 à 4% über 45fl; Interessenausstand vom 7. März 1787 bis 1788 – 1fl 48x.
6. Bei Dominik Tamers laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 à 4% - 30fl. Zins haftet von Sonnenwende 1787 bis 1788 – 1fl 12x;
7. Mehr bei diesem ohne Obligation, was aber unbedenklich ist; Zins-Ausstand vom 18. Juli 1787 bis 1788: 30fl – 1fl 12x Int.
8. Bei Paul Elliskases laut Extrakt vom 13. Juli 1762 über 6fl; Interessen von 13. Juli 1787 bis 1788 à 4% - 14 ½x.
9. Bei eben diesem laut Extrakt vom 6. Februar 1768 à 4% - 5fl; Interessen von 6. Februar 1787 bis 1788 – 12x.
10. Bei Mathias Moling ohne Schuldbrief was aber gut bedeckt ist 50fl; Zinsausstand von Sonnenwende 1787 bis 1788 – 2fl;
11. Bei Herrn Benedikt v. Winkler an verbliebenem Rechnungsrest 130fl 34 ½x; Zinsrückstand von 1. Jänner bis 31.12. – 5fl 12x.

An Realitäten: Nichts. An beweglichen Gütern: Kirchenparamente sind keine; an Gerätschaften: nichts. Summe der Kapitalien und des ganzen Vermögens 814fl 35 ½x. Wirklicher Empfang: an barem Kassenvorstand. Nach Ausweis der für das Jahr 1787 erstatteten Administrationsrechnung ist barer Kassenvorstand 92fl 1x. Summe der Kapitalsinteressen 32fl 33 ½x. An rückbezahlten Kapitalien: nicht. An Urbarzinsen: nichts. An Urbarzinsresten: nichts. An Auf- und Abzügen – Sieggeldern: nichts. An Bestandszinsen: nichts. An verkauften Grundstücken: nichts. An verkauften Gerätschaften: nichts. An jährlicher Stiftsgeldern: nichts. An Legaten, Schenkungen, Opfer und Beiträgen: nichts. An Extra-Empfang: nichts. Summe des wirklichen barem Empfangs 124fl 34 ½x.
Ausgaben: auf Stiftungen wird nichts ausgesetzt. Jedoch die Bemerkung in Betreff der Messen des H. Winkler erneuert. An Öl und Wachs: nichts. Auf Päpstliche und ladschaftl. Steuern: nichts. Auf Besoldung, Belohnung, Wartegelder: nichts. Auf Beiträge: nichts. Auf Extra-Ausgaben: nichts. Summe der Ausgaben … . Wenn nun von dem vorausgewiesenen wirklichen Empfang von 124fl 34 ½x, die Ausgaben von … abgezogen werden, so erscheint ein barer Kassenvorstand von 124fl 34 ½x.
Ausweisung: Die vorn im Empfang beschriebenen Aktiv-Kapitalien bestehen in 814fl 35 ½x. An Realitäten und unbeweglichen Effekten: nichts. An Gerätschaften: nichts. Summe 814fl 35 ½x .
Formiert St. Vigil den 4. Dezember 1789 – Paul Jos. Schmid – Bruderschaftsadministrator.

4. Rechnung, die Paul Jos. V. Schmid, Administrator der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil vom 1. November 1786 bis letzten Oktober 1787 erstattet hat. Mit Beilage Nr. 1 und 2. An das K.K. Kreisamt eingesendet den 11. Dezember 1789.
Die Angaben decken sich mit jenen der Rechnung für das Jahr 1787/88 mit Ausnahme wirklicher Empfang an barem Kassenvorstand: nach Ausweis des unter dem Datum 13. Februar 1787 eingereichten Administrationsrechnung bis Ende Oktober 1786 beträgt der in Übergabe gebrachte Kassenvorstand 57fl 20 ½ x. Da aber in der von einer Wohlläbl. K.K. O.Ö. Gubernial-Buchhaltung mit Datum 13. März 1787 mitgeteilten Bemängelung 10x zugute gesetzt worden, also einbringen noch 57fl 10 ½x, dagegen hat selbe bei den Stiftsmessen des H. v. Winkler anstatt der als Ausgabe gelegten 3fl nur 2fl passierlich anerkannt, wo also 1 fl zurückzuerstatten und dem baren Kassenvorstand beizusetzen ist, womit die Bemängelung erledigt wird und beträgt also der Kassenvorstand 58fl 10 ½ x.
Ausgaben auf Stiftungen: nach Ausweis des im Original eingesendeten Stiftsbriefes mit Datum vom 3. Oktober 1754 ist Herr Benefiziat allda verpflichtet, den 3. und 4. Dezember jedes Mal eine hl. Messe, dann alle Quatember für den Stifter Herrn Jos. Ant. v. Winkler und dessen Frau Gemahlin Anna Regina Tolpeit eine hl. Messe abzuhalten. Da aber durch allerhöchste Verordnung vom 13. Dezember 1786 alle zu Verherrlichung der Bruderschaft abzielenden Messen und Quatember-Legaten eingeboten worden, also wird diese Ausgabe beseitigt, jedoch angemerkt, dass es Herrn v. Winkler hart geschehe, dass selber v. dem eingelegten Kapital gar keine Erwiderung habe. Die bedingten 6 Messen könnten auf unbestimmte Tage übersetzt und ohne Verkündigung abgelesen werden. Die Verherrlichung der Bruderschaft kann nichts gewinnen. Auf Extra-Ausgaben: den 24. März 1787 Postgeld für die 2 Absolutoria 12x und gleichfalls für die Bemängelung der Rechnung 1786 – 6x laut Nr. 1 und 2. Summe der Ausgaben 19x. Wenn nun vom vorausgewiesenen wirklichen Empfang 92fl 20x die Ausgaben vom 19x abgezogen werden, so erscheint ein Kassenvorstand von 92fl 1x.

Dritte Administrationsrechnung für die aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil – Gericht Enneberg. Wir Paul Jos. v. Schmid als Administrator mit Beilage Nr. 1.
Berechnung, was ich Endesgefertigter als von der Gemeinde St.Vigil bestellter Administrator über die Vermögenheit der aufgehobenen Bruderschaft des hl. Xaverius allda zu St. Vigil der Pfarre und des Gerichts Enneberg – Kreis Pustertal seit Ende Oktober 1785 bis nämliche Zeit 1786 empfangen und ausgegeben habe.
Empfang: An Aktivkapitalien laut nachbeschriebenen Schuldobligationen sind an gestifteten und eigentümlichen Kapitalien vorhanden: Bei der k.k. Direktoratskasse zu Schwaz: nichts. Bei der Tirolischen Landschaft: nichts. Bei Privaten:
1. Laut Obligation vom 5. November 1777 auf die Eheleute Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider lautend à 4% 300fl. Den Zins ist ausständig vom 8. April 1785 bis dahin 1786 für 1 Jahr 12fl.
2. Bei Christian Pitscheider zu Rives in Kampill laut Übergabe vom 18. Mai 1776 à 4% 125fl. Das Interesse ist ausständig vom 14. September 1785 bis diese Zeit 1786 – 5fl.
3. Bei Joseph Mazukeller zu Joch, Gericht Thurn laut Übergabe vom 17. Mai 1776 à 4% 83fl 1x. Zins von Sonnenwende 1785 bis dahin 1786 – 3fl 19x. (die Verzinsung rückständig von Sonnenwende 1785 bis 86).
4. Bei Andrea Trebo laut der Erbteilung des Johann Tschaffert vom 23. März 1768 à 4% 10fl. Der Zins ist rückständig von Sonnenwende 1785 bis nämliche Zeit 1786 – 24x.
5. Bei obigem Andrea Trebo laut Besitzvertrag vom 30. Juli 1768 à 4% - 45fl. Das Interesse haftet im Ausstand vom 7. Mai 1785 bis dahin 1786 – 1fl 48x.
6. Bei Dominik Tamers laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 à 4% - 30fl. Der Zins behängt von Sonnenwende 1785 bis 1786 – 1fl 12x.
7. Mehr bei diesem ohne Schuldobligation, so aber unbedenklich und sicher ist 30fl. Der Zins ist ausständig von 18. Juli 1785 bis 1786 à 4% - 1fl 12x.
8. Laut Extrakt vom 13. Juli 1762 bei Paul Elliskases 6fl. Das Interesse haftet vom 13. Juli 1785 à 4% bis dahin 1786 – 14 ½ x.
9. Bei eben diesem laut Extrakt vom 6. Februar 1768 – 5fl. Der Zins ist ausständig von 6. Februar 1785 bis dahin 1786 à 4% 12x.
10. Bei Math. Moling ohne Schuldbrief so aber sehr gut bedeckt (gedeckt) ist 50fl. Der Zins ist ausständig von Sonnenwende 1785 bis 1786 – 2fl.
11. Bei Herrn Benedikt von Winkler, Benefiziat allda als vorherigen Administrator der Bruderschaft an verbliebenem Rechnungsrest 130fl 34 ½ x. Zinsausstand vom 1. Jänner 1786 bis Ende Dezember 5fl 12x; zusammen 814fl 35 ½x.
An Realitäten: nichts. An beweglichen Gütern: Kirchenparamente sind keine.
An Gerätschaften ist vorfindig: 1. Ferculum S. Xaveri 1fl; 2. Ein-Labrum 30x; 3. Das Bildnis des sterbenden Xaverius von 2fl, welches aber zum Altarblatt dient und laut kreisamtlichem Reskript vom 12. November 1782 so zu verbleiben hat, wird nun mehr in keinen Anschlag gebraucht: 1fl 30x. Summe der Kapitalien und beweglichen Güter: 816fl 5 ½ x. Wirklicher Empfang an barem Kassenvorstand: nach Ausweis der am 22. Juni 1786 erstatteten Rechnung ist barer Kassenvorstand verblieben 27fl 47x. Summe der Kapitalsinteressen (siehe oben) 32fl 33 ½x. An rückbezahlten Kapitalien: nichts. An Urbarzinsen: nichts. An Urbarzinsresten: nichts. An Auf- und Abzügen Siegelgeldern: nichts. An Bestandszinsen: nichts. An verkauften Grundstücken: nichts. An jährlichen Stiftsgeldern: nichts. An Legaten, Schenkungen, Opfergeldern und Beiträgen: nichts. An Extra-Empfang: nichts. Summe des wirklichen baren Empfangs 60fl 20x.
Ausgaben auf Stiftungen: nach Ausweis des im Original eingesendeten Stiftsbriefes vom 3. Oktober 1754 ist Herr Benefiziat allda verbindlich gemacht, den 3. und 4. Dezember jedes Mal 1 Amt oder nun mehr an jedem Tag eine heilige Messe, dann alle Quatember für den Stifter Herrn Jos. Anton von Winkler und dessen Frau Gemahlin Anna Regina Tolpeit eine hl. Messe abzuhalten, es hat aber eine Wohllöbl. K.K. Buchhaltung in der am 30. Juli 1786 mitgeteilten Bemängelung für diese 6 Messen nur 2fl ausgesetzt, welches aber, weil alle 6 Messen in dem Stiftsbrief bestimmt sind, aus Verstoß geschehen sein durfte und werden also auf anhoffende Begnehmung (=Genehmigung) allda ausgesetzt für jede Messe 30x, so dem H. Benefiziat auch laut Quittung Nr. 1 vergütet worden mit 3fl. An Öl und Wachs: obzwar das Vigil-Gotteshaus sehr arm ist und demselben nichts so erwunschlich wäre als die Beilassung der bisher bezogenen 5fl, so wird doch im Nachgang der von wohlgedachter K.K. Gubernial-Buchhaltung mitgeteilten Vorschrift nichts ausgesetzt, wo es doch eine gestiftete Ausgabe ist. Auf Päpstliche und Landschaftliche Steuern: nichts. Auf Belohnung, Besoldung, Wartegelder: nach Ausweis des Stiftsbriefes gebührt dem Mesner 3fl, den Sängern 1fl. Dem Brudermeister für seine Mühe 1fl, da aber alle diese Ausgaben ungeachtet der in dem Stiftsbrief eingeflossenen Bestimmung aufzuhören haben, so kann nichts ausgesetzt werden.
Auf Beiträge: nichts. Auf Extra-Ausgaben: nichts. Summe der Ausgaben 3fl; wenn nun von dem vorausgewiesenen wirklichen Empfang von 60fl 20 ½x die Ausgaben von 3fl abgezogen werden, so erscheint ein barer Kassenstand (Kassenvorstand) 57fl 20 ½x. Ausweisung: die vorne im ersteren Empfang beschriebenen Aktiv-Kapitalien bestehen in 814fl 35 ½x. An Realitäten oder unbeweglichen Effekten: nichts. An Gerätschaften kommen in Empfang: 1fl 30x, welche dann auch in der künftigen und vierten Rechnung wiederum in Empfang vorgetragen werden sollen.
St. Vigil, den 13. Februar 1787 – Paul Jos. v. Schmid, Administrator der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil in Enneberg.

Verzeichnis der auf der hl. Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil liegenden Beschwerden. Eingesendet an das K.K. Kreisamt den 21. September 1785 (aufgehoben):
1. Nach Ausweis des Stiftsbriefes vom 3. Oktober 1754 sind dem hiesigen H. Benefiziaten für 6 Legate, 1 Predigt und 6 Rosenkränze und Litaneien, auch Besuchung der Kranken und derselben Providierung zu vergüten 6fl.
2. Laut erst allegiertem Stiftbrief sind für jeden abgestorbenen Wohltäter 30x für eine hl. Messe aus der Bruderschaftskassa zu verabfolgen, so ein Jahr in das andere nach dem Mittel beträgt 1fl 30x.
3. Obigem H. Benefiziaten wird für die Begastung-Bewirtung zweier Priester an dem Titular-Fest aus der Bruderschaftskassa gut gemacht 1fl 30x.
4. Dem Brudermeister für seine Mühe nach Inhalt des Stiftsbriefes 1fl.
5. Dem Messner allda Besoldung laut obigem Stiftsbrief 3fl.
6. Dem St. Vigil-Gotteshaus für Öl und Wachs im Nachgang des Stiftsbriefes 3fl.
7. Den Kirchensängern laut Stiftsbrief 1fl.
Summe der Beschwerden 19fl.
Formiert zu St. Vigil in Enneberg, den 21. September 1785.

Nr. 84 Mängel und Bedenken über die 2 Bruderschaftsrechnungen im Gericht Enneberg Pustertaler Kreises vom 1. November 1785 bis Ende Oktober 1786 – 13. Und erh. 24. März 1787.
Mängel und Bedenken über die von dem Administrator der aufgehobenen Christenlehre Bruderschaft bei St. Leonhard in Abtei und Franziskus Xaverius zu St. Vigil – Paul Jos. Von Schmid zu diesseitiger K.K. O.Ö. … Buchhalterei gelegten Rechnung vom 1. November 1785 bis letzten Oktober 1786.
Empfang bei der Franziskus-Bruderschaft: 1. Allda wurden 27fl 47x Kassenvorstand in Empfang gebracht; da solcher aber laut vorhergehender Rechnung nicht mehr als 27fl 37x betrug, so fallen dem Rechnungsleger zugute 10x. Bei der Christenlehre-Bruderschaft: nichts. Ausgaben bei der Franziskus Bruderschaft: 2. Sehr irrig will Rechnungsleger behaupten, dass da in diesseitigen Bemängelungen der Rechnung von 1784 anstatt den von den v. Winkler gestifteten 2 Ämtern und 4 Quatember-Messen nur letzte 4 Messen mit 2fl zu bezahlen anbefohlen wurden, ein Verstoß geschehen sei. Denn, da zufolge öfters ergangenen allerhöchsten Hofdekreten alle Andachten, welche für lebende und verstorbene Mitglieder gehören, auch nur zur Verherrlichung der Bruderschaft Dienen, sie mögen gestiftet sein oder ungestiftet, aufzuhören haben, und obige 2 Ämter nicht für den Stifter selbst gestiftet wurden, so hätten nur die übrigen 4 Messen zu bestehen, da nur aber zugleich 3fl in Ausgabe gebracht wurden, so sind zurück zu ersetzen 1fl. Infolge neuerlicher allerhöchster Verordnung vom 13. Dezember 1786 aber haben auch in Hinkunft oben angeführte für den Stifter selbst gestiftete 4 Quatember-Messen aufzuhören, indem in solcher Verordnung ausführlich angemerkt wurde, dass, da die gestifteten Monat-, Sonntag- und Quatember Ämter oder Messen, es mag der Stifter in dem Stiftsbrief benannt sein oder nicht, nur zur Verherrlichung der Bruderschaft dienen, ohne weiteres abgetan werden sollen.
Bei der Christenlehre-Bruderschaft: 3. Wenn man diesorts laut oben angeführter Verordnung von der hinausgegebenen Weisung nicht abweichen .... sind die dem Kuraten bezahlten 3fl zurück zu ersetzen. Übrigens muss man anmerken, dass in Hinkunft der Kurat wegen der ehemals innegehabten Wiese anstatt der 3 gestifteten Ämter, laut eröffneter Verordnung nur 2 Messen zu lesen hat und mit 1fl zu bezahlen sind; worüber die Erläuterung nächstens gewärtigt wird.
K.K. O.Ö. Buchhalterei, Innsbruck, den 13. März 1787 – Caspar Ambos. Buchhalter

Stiftungs-Fassion: von der aufgehobenen hl. Franziskus Xaverius-Bruderschaft zu St. Vigil. Formiert zu St. Vigil, den 21. September und den 27. September, dem K.K. Kreisamt übergeben, Diözese Brixen: Stiftungs-Fassion von der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft u St. Vigil – Gericht Enneberg – Kreis Pustertal und Eisacktal – Land Tirol.
Name des Stifters: v. Winkler Joseph Anton und dessen Frau Anna Regina Tolpeit; Name des beziehenden Benefiziaten: v. Winkler Benedikt, Benefiziat allda mit Seelsorge; Name des Patrons Stiftungs-Kapital oder sonstige Einkünfte: das ganze Bruderschafts-Kapital besteht in 814fl 35 ½x, Zins hievon 32fl 33 ½x; sonstige Einkünfte sind keine. Was davon dem Benefiziaten was der Kirche, den Armen oder sonst wem: hieraus bezieht laut dem Stiftsbrief der Benefiziat 6fl. Eben dieser für die Messen der verstorbenen Wohltäter 1fl 30x. Für die Aushaltung zweier Priester am Xaver-Tag 1fl 30x. Dem St. Vigil-Gotteshaus für Öl und Wachs nach Ausweis des Stiftsbriefes 5fl. Dem Messner laut Stiftsbrief 3fl und den Kirchensängern laut Stiftsbrief 1fl, dem Brudermeister Besoldung laut Stiftsbrief 1fl. Damit verknüpfte Schuldigkeit: Am 3. Dezember Amt, Predigt und Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten; am 4. Dezember Amt und Rosenkranz für die Verstorbenen samt dem De-Profundis-Psalm. Am Namen-Jesu-Fest, am Weißen Sonntag, den 26. Juni und am letzten Sonntag im August Rosenkranz, Litanei und Seelenbitten, alle Quatember eine hl. Messe für die 2 Stifter. Dann hat H. Benefiziat die Obliegenheit, den Kranken und Sterbenden beizustehen, die Beichte abzunehmen und zu providieren (=Versehgänge machen). Ob ein Stiftsbrief ausgefertigt, von welchem Jahre und Tage, wo er aufbewahrt: Der Stiftsbrief ist von dem Konsistorium zu Brixen den 3. Oktober 1754 ausgefertigt worden, wovon H. Benefiziat nur eine Kopie zu Händen hat; das Original aber hoher Gubernial-Stelle eingesendet worden.
Formiert zu St. Vigil, den 21. September 1785 – Paul Jos. Schmid, Richter und Bruderschafts-Administrator.


Erste Administrationsrechnung für die aufgehobenen hl. Franziskus Xaverius-Bruderschaft zu St. Vigil, gestellt von mir Paul Jos. Schmid als Administrator mit Empfangs-Beilage Nr. 1 inklus. 9, dann Nr. 1 und 2 Ausgaben-Zertifikat. Eingesendet an das K.K. Kreisamt, den 10. März 1785.
Berechnung, was ich Endesgefertigter als laut kreisamtlichen Dekretes vom 27. Oktober 1784 aufgestellter Administrator über die Vermögenheit der aufgehobenen Bruderschaft des hl. Franziskus Xaverius zu St. Vigil der Pfarre und des Gerichts Enneberg, Kreis Pustertal vom letzten April bis Ende Oktober 1784 empfangen und ausgegeben habe.
Nummer der Beilagen. Empfang – An Aktiv-Kapitalien: Laut nachbeschriebenen Schuldobligationen sind an gestifteten und eigentümlichen Kapitalien vorhanden: Bei der K.K. Direktoratskasse zu Schwaz: nichts. Bei der Tirolischen Landschaft: nichts.
Bei Privaten:
1. Laut Obligation vom 5. November 1777 auf die Eheleute Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider lautend à 4% 300fl. Der Zins ist ausständig vom 8. April 1783 bis dahin 1784 für 1 ganzes Jahr 12fl.
2. Bei Christian Pitscheider zu Rives in Kampill laut Übergabe vom 8. Mai 1776 à 4%. Das Interesse ist ausständig vom 8. April 1783 bis 1784 – 5fl.
3. Bei Joseph Mazukeller zu Joch, Gericht Thurn laut Übergabe vom 17. Mai 1776 à 4% - 83fl; der Zins ist rückständig v. Sonnenwende 1783 bis dahin 1784 für 1 Jahr – 3fl 19x.
4. Bei H. Andrea Trebo Färbermeister allda aus 190fl, welche er dem Johann Tschaffert laut Schuldbrief vom 24. Juni 1764 Nr. 4 schuldig war, sind laut der auf Absterben des Jos. Tschaffert vorgegangenen Vermögensteilung vom 23. März 1768 Nr. 5 bei dem Schuldner Pet. Trebo, jetzt dessen Sohn Andrea 10fl für diese Bruderschaft legiertermaßen angewiesen worden à 4%. Der Zins ist rückständig von Sonnenwende 1783 bis dahin 1784 – 24x.
5. Obiger H. Andrea Trebo als väterlicher Vermögensbesitzer des Peter Trebo laut Besitz- und Entrichts-Vertrag vom 10. Juli 1768 à 4% 45fl. Das Interesse haftet im Ausstand vom 7. Mai 1783 bis nämliche Zeit 1784 – 1fl 48x.
6. Laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 auf Dominik Tamers lautend à 4% 30fl. Der Zins ist rückständig von Sonnenwende 1783 bis dahin 1784 – 1fl 12x. Mehr bei diesem ohne Schuldobligation, so aber sicher und unbedenklich ist. 30fl – der Zins ist ausständig vom 18. Juli 1783 bis nämliche Zeit 1784 – 1fl 12x.
7. Laut Extrakt v. 13. Juli 1762 hat Paul Elliskases zu Plazolles der Bruderschaft versprochen 6fl. Der Zins ist ausständig vom 13. Juli 1783 für 1 Jahr bis 1784 – 14 ½x.
8. Mehr Paul Elliskases die von Jakob Rovara legierte und bei ihm laut Extrakt vom 6. Februar 1768 angewiesenen 5fl. Der Zins ist ausständig vom 6. Februar 1783 bis dahin 1784 – 12x. Bei Mathias Moling ohne Schuldbrief, so aber sehr gut gedeckt ist 50fl. Der Zins ist ausständig von Sonnenwende 1783 à 4% bis nämliche Zeit 1784 – 2fl. Bei H. Benedikt v. Winkler, Benefiziat allda als vorherigen Bruderschafts-Administrator an verbliebenen Rechnungsresten der Jahre 1780, 1781, 1782 und 1783 à 4% - 130fl 34 ½x. Zinsstand vom 1. Jänner 1784 bis Ende Dezember 5fl 12x. Kap. 814fl 35 ½ x.
An Realitäten: nichts. An beweglichen Gütern: Kirchen-Paramente sind keine. An Gerätschaften ist vorfindig: 1. Ferculum S. Xaver 1fl; 2. Ein Ferculum Labrum 30x; 3. Das Bild des sterbenden Xaverius 2fl. Summe 3fl 30x.
Summe der Kapitalien und Realitäten: 818fl 5 ½x.
Wirklicher Empfang: an barem Kassenvorstand: nichts. Summe der Kapitals-Interessen: 32fl 33 ½ x. An rückbezahlten Kapitalien: nichts. An Urbar-Zinsens: nichts. An Urbar-Zinsen-Resten: nichts. An Auf- und Abzügen, Siegelgeldern: nichts. An Bestandszinsen: nichts. An verkauften Grundstücken, an verkauften Gerätschaften, an jährlichen Stiftsgeldern, an Legaten Schenkungen, Opfergeldern und Beiträgen, an Extra-Empfang. Summe des wirklichen Empfangs 32fl 33 ½ x.

Ausgaben auf Stiftungen: Nach Ausweis des in Original eingesendeten Stiftsbriefes vom 3. Oktober 1754 ist H. Benefiziat allda verpflichtet gemacht am 3. Dezember als Titular Festamt und Predigt, den 4. Dezember ein Seelenamt für alle Verstorbenen nebst dem Rosenkranz, dann alle Quatember für den Stifter H. Jos. Ant. V. Winkler und dessen Frau Anna Regina Tolpeit eine h. Messe abzuhalten wie auch am Namen-Jesu-Fest, den ersten Sonntag nach Ostern, am hl. Vigil-Tag und letzten Sonntag im August den Rosenkranz und Litanei vorzubeten und das ganze Jahr hindurch die Kranken zu besuchen, wofür ihm in gedachten Stiftsbrief ausgemessen sind, die ich laut Quittung Nr. 1. bezahlt 6fl.
An Öl und Wachs: Da St. Vigil-Gotteshaus hat Öl und Wachs beizuschaffen, dagegen laut obigem Stiftsbrief aus den Bruderschaftsmitteln zu empfangen, so ich dem Kirchprobst (=K.-Verwalter) auch vergütet wie Nr. 2 – 5fl. Auf Päpstliche und Landschaftliche Steuern: nichts. Auf Besoldung, Belohnung, Wartegelder … Dem Mesner laut Stiftsbrief 3fl; den Kirchensängern nach Vorschrift des Stiftsbriefes 1fl. Dem Brudermeister für seine Mühe nach Inhalt des Stiftsbriefes 1fl. Auf Beiträge: nichts. Auf Extra-Ausgaben: Laut Stiftsbrief ist für die verstorbenen Wohltäter eine hl. Messe abzuhalten und das Stipendium von 30x aus der Bruderschatfskasse zu bezahlen, was ein Jahr in das andere beträgt wie Nr. 1 – 1fl 30x. Dem H. Benefiziaten wird für die Begastung (=Bewirtung) der zwei Geistlichen an Titular-Bruderschaftsfest gewöhnlichermaßen gutgemacht 1fl 30x, so nach Zeugnis Nr. 1 vergütet 3fl. Summe der Ausgaben 19fl.
Wenn nun von dem vorausgewiesenen wirklichen Empfang von 32fl 33 ½ x die Ausgaben von 19fl abgezogen werden, so erscheint ein barer Kassenvorstand von 13fl 33 ½x. Wovon für die Administrationsbemühung ein Abzug einzulegen wäre, welcher aber noch in Gnaden zu bestimmen ist. Die noch erübrigende Kleinigkeit aber für die diesortigen hilflosen Schulfond untertänig erbeten wird.
Ausweisung: Die vorne im ersteren Empfang beschriebenen Aktiv-Kapitalien bestehen in 814fl 35 ½x; an Realitäten oder unbeweglichen Effekten: nichts. An Gerätschaften kommen in Empfang: 3fl 30x. Summe 818fl 5 ½x, welche dann auch in der künftigen Rechnung wiederum als Empfang eingetragen werden sollen.
St. Vigil, den 5 März 1785 – Paul Jos. Schmid, Administrator der aufgehobenen Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil in Enneberg.

Erledigung über die 2 Bruderschaftsrechnungen im Gericht Enneberg des Pustertaler Kreises vom letzten April bis Ende Oktober 1784, Datum 12. März und erhalt. 24. März 1787.
Absolutorium der 2 Bruderschaftsrechnungen von der K.K. O.Ö. Gubernial-Buchhaltung bis Ende Oktober 1786. NB. Postporto bezahlt 12x.
Erledigung über die von dem Administrator der aufgehobenen Christenlehre Bruderschaft bei St. Leonhard in Abtei und St. Franziskus Xaverius zu St. Vigil Paul Joseph von Schmid zur diesseitigen k.k. O.Ö. kaal Buchhalterei gelegten Rechnung vom letzten April bis Ende Oktober 1784. Reservat per sè (vertraulich?). Will man es bei der vom letzten Oktober 1785 bis nämliche Zeit 1786 eingestellten Rechnungen beigesetzten Erläuterung über sämtliche bemängelte Punkte als eine geschehene Sache bewenden lassen. Da nun übrigens die wirklichen Empfänge in 55fl 2 ½x, die Ausgaben hingegen laut beigelegten Quittungen in 39fl 30x bestanden sind, folglich ein barer Kassenvorstand von 15fl 32 ½ x sich gezeigt hat, welchen derselbe sowohl als die in Übergabe gestellten Kapitalien und Realitäten von 1572fl 45 ¼x in der darauffolgenden 1785-Jahresrechnung in Empfang gebracht und hiemit vollkommene Rechnungsrichtigkeit gepflogen hat, so entsteht die k.k. O.Ö.kaal Buchhalterei nicht hiemit gegenwärtige Erledigung „loco Absolutorii“ (=anstatt der Genehmigung) zu erteilen.
Innsbruck, den 2. März 1787 – Kaspar Ambos. Buchhalter.

Erledigung über die Bruderschaftsrechnungen im Gericht Enneberg, Pustertaler Kreis vom 1. November 1784 bis letzten Oktober 1795.
Erledigung über die von dem Administrator der aufgehobenen Christenlehre-Bruderschaft bei St. Leonhard in Abtei und St. Franziskus Xaverius zu St. Vigil, Gericht Enneberg, Paul Jos. V. Schmid zur diesseitigen k.k. O.Ö.kaal Buchhalterei gelegte Rechnung vom 1. November bis letzten Oktober 1785: Reservat per sè (vertraulich): Da bei Durchgehung der von dem Administrator der aufgehobenen Bruderschaften im Gericht Enneberg Paul Jos. v. Schmid gelegten Rechnung vom 1. November 1784 bis letzten Oktober 1785 außer einigen Ausgaben, welche man als eine geschehene Sache ansehen will, nichts Bedenkliches gefunden worden und die wirklichen Empfänge in 71fl 34x, die Ausgaben hingegen laut beigelegter Quittung in 39fl 20x bestanden sind, also ein barer Kassenvorstand von 32fl 14x sich gezeigt hat, welcher sowohl als die in Übergabe gestellten Kapitalien und Realitäten von 1572fl 45x in der Jahresrechnung 1786 in Empfang gebracht und hiemit vollkommenen Rechnungsrichtigkeit gepflogen worden. So entsteht die k.k. OÖ.kaal Buchhalterei nicht hiermit gegenwärtige Erledigung anstatt der Genehmigung zu erteilen.
K.K.OÖ. kaal Buchhalterei, Innsbruck, den 13. März 1787 – Caspar Ambos … Buchhalter, Ingram.

Zu vernehmen folgt mein, Benedikt Martin von Winkler, Benefiziat allda bei St. Vigil in Enneberg als Verwalter der löblichen St. Franziskus Xaverius Bruderschaft daselbst von den Jahren 1780, 1781, 1782 und 1783 hiermit ablegende Bruderschaftsrechnung. Zum Grunde solcher folgt der Empfang und zwar anfänglich an vorigem Rechnungsrest. Es weist die von der Verlassenschaft (=Nachlass) meines H. Vorfahrens Anton Socrella, wohlverstorben von den Jahren 1777, 1778 und bis Einschluss 3. Dezember 1779 erstattete und den 30. März 1781 obrigkeitlich adjustierte Rechnung, dass dieselbe in endlichem Rest verblieben sei wie ich am 25. April letztvergangenen Jahres aus Händen, des diesortigen Titl. Herrn Richters Paul Joseph von Schmid bar empfangen habe mit 65fl 47x 2V = Summe des Empfangs an Rechnungsrest, sodann an Kapitalien und hievon abgefallenen Interessen:
-Bei den Eheleuten Johann Jakob Peslalz, Schmied zu Sotrovares und Maria, geborene Kaneider, laut Schuldbrief und Assignation vom 5. November 1777 Hauptsache 300fl. Interessen hievon auf den 8. April 1780 bis einschließlich solche Zeit 1783 für 4 Jahre zu 4% verfallen 48fl.
Bei Christian Rives anstatt Melchior Pitscheider in Kampill, Gericht Thurn an der Gader laut Schuldbrief vom 29. August 1745 und Übergabe vom 18. Mai 1776 Kapital 125fl. Interessen auf den 14. September für 4 Jahre zu 4% 20%. Dieses Kapital von 125fl ist um Lichtmess 1806 dem Hauptschulfond in Innsbruck zurückbezahlt worden.
Bei Joseph Mazukeller zu Joch, Gericht Thurn a. Gader in 2 Posten laut Schuldbrief von 8. Dezember 1720 60fl, dann weitere 23fl 1x laut Übergabe und Schuldbekenntnis vom 17. Mai 1776, also zusammen 83fl 1x. Zins auf Sonnenwende 1780, 1781, 1782 und 1783 für 4 Jahre zu 4% verfallen 13fl 16x.
Bei Herrn Andrea Trebo, Färber allda an empfangenem Darlehen laut schwesterlicher Entrichtung von 30. Juli 1768, 45fl, wovon der Zins auf den 7. Mai zu 4% abfällt. Dann eben dieser laut Abhandlung des Johann Tschaffert zu Pangerle vom 23. März 1768 weiteres Darlehen 10fl auf den 8. März verzinslich, zusammen 55fl. Verzinsung hievon seit obigem Datum für die Jahre 1780, 1781, 1782 und 1783 ebenfalls für 4 Jahre zu 4% - 8fl 48x.
Bei Dominik Tamers allda bei St. Vigil, nunmehr dessen Besitzersohn Jakob Tamers, um willen des am 25. Juni 1771 erhaltenen Dahrlehens laut Schuldbrief vom 1. Mai 1773 – 30fl. Interessen auf Sonnenwende für 4 Jahre 1780, 1781, 1782 und 1783. Im Jahre 1805 dem Hauptschulfonde zu Innsbruck zurückbezahlt.
Paul Elliskases zu Taibon ist 6fl schuldig, welche laut Protokoll vom 13. Juli 1762 der Mathias Lanz anher geschenkt hat, davon der Zins auf den 13. Juli zu 4%. Mehr restiert dieser die von dem Jakob Frontuller laut Abhandlung vom 6. Februar 1768, verehrte 5fl, von welchen der Zins auf erwähnten 6. Februar 1768 das erste Mal abgefallen, also zusammen 11fl. Zins hievon auf obige Zeiten für 4 Jahre 1780 bis einschließlich 1783 – 1fl 46x.
Vorgenannter Jakob Tamers sind am 18. Juli 1779 die am 11. solchen Monats und Jahres durch Johann Plazolles zurückbezahlten 30fl weiters und zwar ohne Schuldbrief geliehen worden, das sind 30fl.
Dieses Kapital von 30fl hat Jakob Tamers am 5. Juni 1806 mit dem um Sonnenwende d. J. fallenden Zins von 1fl 12x dem Kirchprobst Joseph Ties zurückbezahlt. Zins auf erwähnten 18. Juli 1780 bis einschließlich solcher Zeit 1783 für 4 Jahre zu 4% - 4fl 48x. Und endlich sind dem Mathias Moling zu Costamesana am 5. November 1767 ohne Errichtung eines Schuldbriefes auf Sonnenwende 1768 erstmals verzinslich à 4% angeliehen worden 50fl. Interessen auf Sonnenwende 1780 bis einschließlich nämliche Zeit 1783 für 4 Jahre zu 4% - 8fl. Summe des Empfangs an Hauptsache (Kapital) und Interessen: 791fl 27x.

Und an Extra-Empfang: von der Katharina Weber, verwitwete Widmann, durch Titl. Herrn Peter Erlacher überschickte aus Händen Titl. H. Richter von Schmid verehrte 5fl. Die sowohl von dem gnädigen Fräulein Baronin von Sternbach zu Dietenheim empfangenen 6 weißen als auch von Klausen 6 gelben Wachskerzen und von der nunmehr abgelebten Tolpeiter Bäuerin 2 ½ Pfund Wachs, ist dies alles für die Kirche appliziert worden (zu Bericht) und an Einschreibgelder habe bis einschließlich laut Einschreibbrief eingenommen in allem 20fl 21x. Summe des Extraempfangs 25fl 21x. Summarum des Ganzen und völligen Empfangs: 884fl 35x 2V. Dagegen habe bestritten die ordinari (=ordentlichen) Ausgaben: Der Löblichen St. Vigil Kirche allda das jährlich bestimmte Quantum laut Stiftsbrief zu Händen des Kirchenprobstes von den Jahren 1780, 1781, 1782 und 1783 à 5fl. Mir Verrechner als Benefiziaten bleiben innehaben für Legaten, Predigten und Umgang jährlich das gewöhnliche mit 6fl, macht für die Jahre 1780, 1781, 1782 und 1783 für 4 Jahre 23fl. Über Abzug von 1fl für die Verlassenschaft des H. Socrella wegen einer v. H. Verstorbenen im Jahre 1780 gehaltenen Predigt und Umgang, wie am Ende der Rechnung 1779 zu sehen ist. Aber nur für die Verwaltung von obigen 4 Jahren à 1fl = 4fl. Dann dem Mesner die jährliche Gebühr à 3fl = 12fl; den Kirchensängern à 1fl = 4fl.
Für Aushaltung (=Verpflegung) dreier Priester an Titular-Fest à jährlich 1fl 30x = 6fl. Betragen die ordentlichen Ausgaben von 4 Jahren 69fl. Extra-Ausgaben: Stipendium einer hl. Messe für Maria Kier zu Klausen 30x. Dergleichen für Maria Schenk von Klausen 30x. Summe der Extra-Ausgaben 1fl; Summarum aller Ausgaben 70fl.
Wiederstellung (durchgestrichen): Bei der Verlassenschaft des H. Ant. Socrella die in ihr gestellten Rechnung in Empfang zu nehmen außer acht gelassenen Einschreibgelder von ... Und an Kapitalien: bei den Eheleuten Johann Jakob Peslalz und Maria Kaneider 300fl; Christian Rives in Kampill 125fl; Joseph Mazukeller zu Joch 83fl 1x; bei Herrn Andrea Trebo Färber 55fl; bei Jakob Tamers in 2 Posten 60fl; Paul Elliskases zu Taibon 11fl und bei Math. Moling zu Costamesana 50fl. Summe der Wiederstellung 684fl 1x. Ausgaben und Wiederstellung zusammen 754fl 1x. Dagegen beträgt der völlige Empfang wie vor 884fl 35x 2V. In Gegenhalt der kleineren mit der größeren Summe erscheint, dass ich mit Vorbehalt Raitwandels schuldig verbleibe 130fl 1x.

Fassions-Copia von der Franziskus Xaverius Bruderschaft zu St. Vigil der Pfarre und des Gerichts Enneberg des Kreises Pustertal in Tirol.
Fassion des Vermögens und der Einkünfte von der Bruderschaft S. Franziskus Xaverius in der Pfarre und dem Gericht Enneberg bei der Filial-Kirche zu St. Vigil im Kreise Pustertal der gefürsteten Grafschaft Tirol.
Ausweis des Vermögens: in Wiener- oder Kameralpatentwährung: an eigentümlichen Realitäten im Wert derselben, gestifteten Realitäten, Wert derselben an eigentümlichen Kapitalien 150 fl 48x an gestifteten Kapit. 500; an Passiv-Kapitalien oder Schulden.
Einkünfte: von Realitäten von den sowohl eigentümlichen als auch gestifteten Kapitalien, an Interessen 26fl; von den bestimmten Beiträgen oder monatl. viertel oder ganzjährigen, von den Mitbrüdern und Mitgliedern zu leisten kommende Zahlungen von Opfergeldern und anderen verschiedenen freiwilligen Beiträgen nach dem Mittelertrag 4fl 45x. Von verschiedenen Zuflüssen, vornehmlich von Vermächtnissen, Legaten, Begleitung der Leichen, Aufsetzten der Bruderschaftsbilder und dergleichen...
Ausgaben: Auf gestiftete Messen und Andachte und andere Stiftungen 6fl; auf ungestiftete Messen und Andachten 2fl .... Auf Beiträge zu den Leichen und andere nach den Bruderschaftssatzungen bestimmte Ausgaben für die Mitglieder 2fl. Auf verschieden Auslagen, vornehmlich Anschaffung der Bruderschaftsnotwendigkeiten, Besoldung der Ansager, Passiv-Interessen, Reparationen und dergleichen 11fl 30x – Summe 19fl 30x.
Formiert zu St. Vigil, den 31. Juli 1781

Gerarchia: A-1055/099




Data: 1781 - 1791

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