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Die Grödner Ladinische Grammatik in Papierform und die I.G.L.G.: Interaktive Grödner Ladinische Grammatik

Beide Grammatiken wurden am Freitag, den 29. November 2019, an der Wirtschaftsfachoberschule „Raetia“ in St. Ulrich offiziell vorgestellt. 

Der Abend wurde durch die Noten und Klänge des Perkussionisten Georg Malfertheiner eröffnet.

Der Direktor Leander Moroder leitete die Veranstaltung formell ein und sprach über das Werk, das einen Meilenstein für die Arbeit des Instituts darstellt.

Die Schulinspektorin Edith Ploner sprach Worte der Anerkennung aus und betonte, dass die Grammatik ein grundlegendes Instrument für den Ladinischunterricht in der Schule sei. Die Grammatik ist auch dank der Anregung seitens der ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion und mit deren Zusammenarbeit entstanden.

Ruth Videsott, die zurzeit mit Sara Moling an einer ähnlichen Grammatik für das Gadertalische arbeitet, erläuterte ausführlich und mit präzisen Beispielen, wie die grammatikalische Gestaltung der Papierversion konzipiert wurde.

Der Autor Marco Forni und Paolo Anvidalfarei, der sich um die gesamte Grafik und das Layout kümmerte, veranschaulichten die zusätzlichen didaktischen Inhalte, welche die computergestützte Version bietet. Diese ist das Ergebnis des Zusammenspiels zwischen einer traditionellen Referenzgrammatik in Form eines Papierbandes und einer integrierten Plattform mit computergestützten Werkzeugen. Die Online-Version lehnt sich an die Papierversion an und bietet ein interaktives System für das Erlernen der Grödner ladinischen Sprache über eine Fernlernplattform (E-Learning).

Die Gramatica ladin gherdëina (begleitet von der zweiten Auflage des Buches La ortografia dl ladin de Gherdëina, erste Auflage 2001) wurde von Forni ausgearbeitet und geschrieben, unterstützt von seiner Arbeitsgruppe: Karin Comploj, Alexander Prinoth, Marion Perathoner, Rita Plancker und Erna Bernardi. Er konnte sich außerdem auf den wissenschaftlichen Rat von Valeria Della Valle, Luca Serianni und Paolo Di Giovine von der Universität „Sapienza“ in Rom und Heidi Siller-Runggaldier von der Universität Innsbruck verlassen.

Die Beschreibungssprache ist im gesamten Werk ausschließlich das Ladinische. Der erste Teil der Grammatik ist der Phonetik und der Rechtschreibung gewidmet; der zweite der Morphologie; im dritten Teil wird die Syntax des einfachen Satzes und des Satzgefüges untersucht. Manchmal wird das Ladinische auch mit dem Italienischen und Deutschen kombiniert, um das in den ladinischen Tälern geltende Schulsystem widerzuspiegeln. Die Grammatik beinhaltet zahlreiche Tabellen und zusammenfassende Diagramme, die dazu dienen, die behandelten Themen zu veranschaulichen und zusammenzufassen. Im Anhang gibt es außerdem einen analytischen Index, der die Konsultation des Werkes erleichtert.

 

LINK: Interaktive Grödner Ladinische Grammatik